Schulpolitik

Ab August 2019 eine Kreisschule?

Die Brabeckschule soll unter die Leitung des Märkischen Kreises gestellt werden.

Die Brabeckschule soll unter die Leitung des Märkischen Kreises gestellt werden.

Foto: Helmut Rauer

Letmathe/Iserlohn.  Kreis und Städte wollen über die Trägerschaft der Brabeckschule verhandeln

Der Märkische Kreis soll mit den Städten Iserlohn und Hemer über die Übernahme der Schulträgerschaft der Brabeckschule mit ihren Standorten im Nordfeld, an der Mendener Straße in Iserlohn und an der Bergstraße in Hemer zum 1. August 2019 verhandeln. Das hat der Kreisschulausschuss am Mittwoch in Lüdenscheid beschlossen, nachdem sich zuvor schon der Iserlohner Schulausschuss dafür ausgesprochen hatte (wir berichteten kurz).

„Es gibt viele gute Gründe, um zu überlegen, es so wie im Südkreis zu machen“, sagte gestern Schulverwaltungsleiter Wolfgang Kolbe auf Anfrage der Heimatzeitung mit Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre im südlichen Kreisgebiet.

Auch den Kreispolitikern, so wurde am Mittwoch in der Sitzung deutlich, erscheint nach der Fusion der kreiseigenen Mosaikschule mit der Friedensschule der Stadt Lüdenscheid zum 1. August diesen Jahres die Übernahme der Brabeckschule Iserlohn als einzige noch städtisch geführte Förderschule als eine logische Folge der Schulentwicklungsplanung des Kreises. Alle Förderschulen im Kreisgebiet würden dann ab August 2019 nach einheitlichen Qualitätsstandards des Kreises betrieben. Einzige Ausnahme bliebe die Felsenmeerschule mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung in Hemer, für die der Landschaftsverbands Westfalen-Lippe zuständig ist.

Die Kreispolitiker begrüßten, dass die Schulverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanagement und dem IT-Bereich des Kreises Verhandlungen mit den Städten aufnimmt, um die Bedingungen für eine mögliche Übernahme der Schulgebäude auszuloten. Der Zustand der Gebäude in Letmathe und Iserlohn wurde nach mehreren Besichtigungen als „insgesamt gut“ vom Kreis eingestuft. An beiden Standorten sei „offensichtlich laufend in die bauliche Unterhaltung und Ausstattung“ investiert worden, und es fänden auch aktuell Instandhaltungs- oder Sanierungsmaßnahmen statt. Die gute Einrichtung und Ausstattung der Klassen-, Fach- und OGS-Räume sei positiv aufgefallen. Die Sport- und Pausenspielmöglichkeiten an beiden Standorten und der Mensabereich im Nordfeld seien sogar sehr gut. Anders stellt sich die Situation in Hemer dar, wo es einen deutlich erkennbaren Instandhaltungsstau gebe (siehe Bericht Seite Hemer). Das dortige Gebäude gehört der Stadt Hemer, die Trägerschaft hat bekanntlich die Stadt Iserlohn 2015 übernommen, die Verwaltung aller drei Standorte erfolgte vom Nordfeld aus.

Durch wen dies in Zukunft geschieht, ist allerdings noch offen. Nachdem Hans-Jürgen Luhmann Ende Januar in den Ruhestand verabschiedet wurde, liegt die kommissarische Schulleitung derzeit in den Händen seines langjährigen Stellvertreters Rudi Müllenbach, der aber auch im Sommer pensioniert wird. „Wir gehen davon aus, dass seine Stelle nach den Osterferien ausgeschrieben wird“, sagte Wolfgang Kolbe. Zum aktuellen Stand der noch laufenden, dem Vernehmen nach bereits dritten Ausschreibung der Schulleiter-Stelle konnte der Schulverwaltungsleiter nichts sagen, da die Bezirksregierung dabei federführend ist.

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