Historisches

Als das Luftschiff „Charlotte“ in Letmathe landete

Günter Opalka hat seinen neuen Band mit Geschichten aus und über Letmathe und persönlichen Lebenserinnerungen fertiggestellt.

Günter Opalka hat seinen neuen Band mit Geschichten aus und über Letmathe und persönlichen Lebenserinnerungen fertiggestellt.

Foto: Carolin Meffert

Stübbeken.   Günter Opalka setzt seine Serie an Lebenserinnerungen fort. Mittlerweile sind es über 50 Bände.

Günter Opalka (86) sitzt an seinem Schreibtisch und deutet auf das Regal an der Wand, wo seine bisherigen Arbeiten aufgereiht stehen. Mit seinem neuen Werk sind es mehr als 50 Bände. Nach seiner Ausarbeitung „i-Männchen“ aus dem Jahr 2017 folgt nun der direkte Nachfolger mit dem Titel „Un-vollständiger/-gewöhnlicher bebilderter persönlicher Kalender“, der wieder in der „Kleinen Buchhandlung“ in Letmathe erhältlich ist.

Seit mehr als 84 Jahren lebt Günter Opalka hier, seit 20 Jahren schreibt er Geschichten und Anekdoten über seine Heimat nieder. Mal stammen diese alltäglichen Geschichten aus alten Dokumenten, mal aus den eigenen Erinnerungen, doch immer werden diese mit vielen Bildern veranschaulicht. In seiner neusten Version übersetzt der Letmather alte Dokumente aus der Rentei im Haus Letmathe und greift Geschichten auf, die er bereits in anderen Schriften erwähnt hat. So stellt er die „Fischdiebe an der Lenne“ in der überarbeiteten Fassung vor. Außerdem erinnert er an spektakuläre Ereignisse wie den „Flugtag“, bei dem am 30. Juni 1912 ein Zeppelin, genauer das Parseval-Luftschiff „Charlotte“ in Letmathe landete.

Kleiner Ausflug in das künstlerische Paris

Erinnerungen an sein Leben, die Schulzeit und seine Zeit in der Flieger-Hitler-Jugend bringt Opalka mit ein. Ein eigenes Kapitel widmet er seinem „Künstlerleben“. Darin zeigt er einige seiner gemalten Werke, darunter Bilder aus seiner frühen Kindheit, mit denen er seine Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg verarbeitet. Doch auch Erinnerungen an die Künstlerstadt Paris fließen in Form von selbst angefertigten Skizzen mit ein, die er 1954 auf seiner Trampfahrt in Paris angefertigt hat – als er nachts nicht schlafen konnte.

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