Revival

Als Rock noch melodisch war

40 Jahre Zeus: Die Band spielte (fast) in Ur-Besetzung bei Schulte im Ostfeld.

40 Jahre Zeus: Die Band spielte (fast) in Ur-Besetzung bei Schulte im Ostfeld.

Foto: Stefan Janke

Letmathe.  Vor zehn Jahren hatte „Zeus“ beim Jubiläumskonzert angekündigt, wieder zu kommen. Am Samstag war es soweit.

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Als die Musiker der Letmather Band „Zeus“ vor zehn Jahren ihr 30-jähriges Bestehen mit einem großen Konzert im Saalbau feierten und sie am Ende ihres Konzerts erschöpft aber glücklich in der Garderobe zusammensaßen, stand schon fest, „wenn wir 40 werden, dann wiederholen wir das“.

„Ruckzuck sind zehn Jahre vorbei, und jetzt stehen wir hier wieder auf der Bühne. Zwar nicht im Saalbau, dafür aber hier in der gemütlichen Scheunen-Atmosphäre“, sagte Gitarrist und Ur-Zeusianer Jörg Schmitz und meinte „Schulte im Ostfeld“. Dorthin hatten „mehr Gäste, als wir uns erhofft haben“ den Weg gefunden und bildeten die passende Kulisse für einen knallharten Rockabend. Vor allem die „Leute von früher“ waren da, dazu ein paar musikalische Weggefährten und auch Besucher, die „Zeus“ zum ersten Mal hören wollten – Tatsache.

Doch bevor die „Alten Herren“ loslegten, hämmerte „Quarter2Eight“ – immerhin auch schon seit zehn Jahren aktiv – mit harten Gitarrenriffs, einer peitschenden Stimme und dem Motto „Immer nach vorn“ los. Bis auf ein Festival-erfahrenes Kleinkind, das mit „Mickey Maus“ auf den Ohren lärmgeschützt hinten auf dem Festsaalboden schlief, ließ diese Show niemanden kalt. Beste Vorbereitung für den Haupt-Act, Zugabe inbegriffen.

Eine Reise in die Zeitdes Melodic Rock

Als dann endlich „Zeus“ aus Nebelschwaden auf der Bühne emporstieg und dazu die Orgelklänge der „Toccata“ den Raum einnahmen, startete die Reise in den Melodic Rock der späten 70er mit Songs, die man heute so nicht mehr oft zu hören bekommt. Ein bisschen Theatralik, viele flinke Melodien, dichte Akkordwolken und immer wieder überraschende Wendungen – monoton und einfach war das damals und heute nicht. Die Fans jedenfalls bekamen das, worauf sie gewartet hatten. Und betrachtete man sich die „Jungs“ auf der Bühne genau, wie sie spielten und voller Energie ihre Message rüberbrachten, dann müsste doch das nächste Konzert in zehn Jahren fällig sein.

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