Steinbruch-Erweiterung

Anwohner suchen„Hilfe bei Abwehr des Geschwürs“

Rathaus, Delegation aus Letmathe überreicht BM Dr. Peter Paul Ahrens Unterschiftenliste gegen Steinbrucherweiterung

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Letmathe/Iserlohn. 1365 Unterschriften gegen die Erweiterung des Steinbruchs Hohenlimburg in Richtung Dümpelacker hat Hans Peter Langmann am Dienstag gemeinsam mit einigen Mitstreitern an Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens übergeben.

Nur 14 Tage hatte die Initiative gegen die Bruch-Erweiterung benötigt, um zahlreiche Listen zu füllen - zumeist mit Unterschriften von Menschen, die noch nicht einmal im direkten Umfeld des Lange-Betriebs wohnen. „Das hat uns ganz eindeutig gezeigt, dass viele Letmather sich ganz eindeutig gegen die Zerstörung unseres Naherholungsgebiets aussprechen. Damit wird der gemeinschaftliche Wille dokumentiert, diese schutzwürdige Landschaft zu erhalten.“, so Langmann, „es gibt bereits genug Narben durch Steinbrüche“.

Kritisch hinterfragt von der Anwohner-Initiative wird weiterhin die Übertragung des Genehmigungsverfahrens an die Stadt Hagen, die nur ein Minimum an öffentlicher Mitwirkung zulasse. Vom Bürgermeister und dem Rat der Stadt Iserlohn erhoffen sich die Erweiterungsgegner nun tatkräftige Unterstützung. Hans Peter Langmann: „Wir brauchen Hilfe bei der Abwehr dieses Geschwürs, das sich in unsere Stadt hereinfrisst. Mit einer scheinbaren Einflusslosigkeit auf das Verfahren wollen wir uns nicht abfinden.“ Denn neben dem Eingriff in die Landschaft stelle sich überdies die Frage nach dessen volkswirtschaftlicher Notwendigkeit. Auch das vom Steibruch-Betreiber genannte Argument der Arbeitsplatz-Sicherung könne zumindest kurzfristig nicht gelten, da schließlich für die nächsten neun Jahre noch Abbaureserven im genehmigten Bereich vorhanden seien.

Dass die Stadt auf der Seite der bersorgten Anwohner steht, daran ließ Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens dann auch keinen Zweifel. Die Kommune werde ihr Einverständnis zur Erweiterung in Richtung Letmathe nicht geben. Allerdings, so Ahrens, sei die Stadt Iserlohn nur einer unter vielen Beteiligten des Genehmigungsverfahrens und überdies auch nur zu einer Stellungnahme berechtigt, die von der Stadt Hagen als Genehmigungsbehörde beurteilt werden müsse. Dennoch prüfe die zuständige Fachabteilung im Rathaus gegenwärtig, ob die Stadt möglicherweise gegen eine Genehmigung der Abbauerweiterung gerichtlich vorgehen könnte.

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