Einzelhandel

Atmosphärischer Abendbummel

Etliche Einzelhändler an der Hagener Straße sorgten mit Kerzen, Windlichtern und besonderen Dekorationen für eine einladende Einkaufsatmosphäre. Kunden aus Letmathe und Umgebung zeigten sich beeindruckt

Foto: Cornelia Merkel

Etliche Einzelhändler an der Hagener Straße sorgten mit Kerzen, Windlichtern und besonderen Dekorationen für eine einladende Einkaufsatmosphäre. Kunden aus Letmathe und Umgebung zeigten sich beeindruckt

Iserlohn.   „Late-Night-Shoppen“: Trotz schleppenden Zuspruchs herrscht Zufriedenheit bei Kunden und beteiligten Einzelhändlern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mit Kerzenschein, Feuerschale und bunter Außenbeleuchtung lockten die Letmather Einzelhändler und die Werbegemeinschaft am Freitagabend erneut etliche Kunden zum „Late-Night-Shoppen“. Zwar war das Wetter nicht wirklich einladend, um am Abend noch vor die Tür zu gehen. Aber in den Mode-, Accessoires- und Dekorationsgeschäften herrschte eine gute Stimmung, wie Gäste und Kunden am Abend bemerkten, die sich mit Freunden und Familienangehörigen auf den Einkaufsbummel gemacht haben. Dazu trugen sicherlich auch die Häppchen und Getränke bei, mit denen die Geschäfte ihre abendlichen Besucher verwöhnten. Nicht zu vergessen die Liedermacher der Rock- und Pop-Fabrik, die an der Gitarre oder auf der Orgel in und vor den Geschäften aufspielten. Auch die Gastronomie-Betriebe an der Hagener Straße und der Nachbarschaft waren zeitweise gut gefüllt, ob Pizzeria oder Lennecafé.

Angetan von denschönen Dekorationen

Margit Ohm aus Letmathe begrüßte den langen Freitag, auch wenn sie normalerweise ihre Einkäufe früher erledigt. Positiv bewertete auch die Einheimische Brigitte Stock die Möglichkeit gerade mit Blick auf die Menschen, die arbeiten: „Eine tolle Chance, in Ruhe zu stöbern“. Mit der Kamera hielt die Letmatherin Michaela Fiedler die Windlichter auf dem Trottoir fest: „Ich gehe mal rauf und runter und gucke mal.“ Auch sie zeigte sich angetan von den schönen Dekorationen in und vor den Geschäften an der Ladenzeile in der Hagener Straße.

Mit von der Partie waren erneut die Verkäuferinnen Anna Heymann und Jaquline Rettig aus dem „Lieblingsstücke-Laden Tinybelle“: „Wir haben uns viel Mühe gemacht. Wir sind zufrieden. Es war schön für die ganze Stadt und das Stadtbild. Es wäre schön, wenn beim nächsten Mal noch mehr mitmachten.“ Auch im Wolladen gegenüber drubbelte es sich zeitweise – wohl auch wegen der kleinen Modenschau. Vor der Kleinen Buchhandlung bot Anne Giesecke Reibekuchen mit Lachs an, sehr zur Freude der Laufkundschaft: „Und wenn dann noch die Musiker dazu kommen, kommt eine schöne Stimmung auf. Der lange Freitag ist eine schöne Alternative zur Kirmes und zum Brückenfest.“

Buchhändler Roland Hack genoss den Abend: „Es hat sich gut entwickelt. Ich bin ganz zufrieden. Man muss es als Werbung sehen auch für Leute aus dem Umland wie Altena und Nachrodt, in angenehmer Atmosphäre bummeln zu gehen. Es waren viele unterwegs.“ Er wünscht sich aber mehr Einzelhändler, die bei solchen Aktionen mitmachen: „Je mehr Geschäfte, desto besser für die Geschäfte und die Kunden.“

Austausch mit Kunden in lockerer Atmosphäre

Im Herrenmodegeschäft Blumberg lobte Stammkunde Hans Wessling aus Hohenlimburg die Möglichkeit, abends in Letmathe einzukaufen: „Das sollte auf jeden Fall beibehalten werden.“ Anne Burmann aus Letmathe stimmte ihm zu: „Das ist für Letmathe wichtig, dass sich der Fachhandel mit schönem Beiprogramm aus Letmathe präsentieren kann.“ Herrenausstatter Frank Blumberg empfand den Austausch mit seinen Kunden in lockerer Atmosphäre bei Kaltgetränken und Lachshäppchen als angenehm: „Wir hatten schon tagsüber gut zu tun. Für mich ist es heute Abend keine Arbeit, es ist eine gute Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen. Die Leute fühlen sich heimelig, ohne Stress. Die Kunden wissen, hier gibt es immer leckere Häppchen.“ Und lukrativ sei es ebenfalls: „Es ist nett, und es kommt auch Geld in die Kasse“, zeigte er sich zufrieden. Erst zu vorgerückter Stunde kamen vermehrt Kunden in den Frauenmodeladen Dreyer & Companies gegenüber, wie Inhaberin Petra Dreyer berichtet. „Umsatzmäßig war es auch schon mal besser, dennoch haben wir kein Minus gemacht.“ Grundsätzlich begrüßt sie solche Aktivitäten: „Davon könnten noch mehr profitieren, wenn mehr mitmachen.“

Das sieht auch Rainer Großberndt von der Werbegemeinschaft so, der den Abend trotz des schleppenden Zuspruchs als gelungen ansieht und stolz auf die Einzelhändler ist, die mitgemacht haben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik