Stadtentwicklung

Auf der „Baustelle Letmathe“ läuft’s

Am Donnerstag wurden weitere sogenannte "Pi-Platten" auf der "R-Café"-Baustelle verlegt.

Am Donnerstag wurden weitere sogenannte "Pi-Platten" auf der "R-Café"-Baustelle verlegt.

Foto: Oliver Bergmann

Letmathe.   Die Montage der Binder fürs „R-Café“ ist schon fast vergessen, da geht’s weiter: Am 5. November ist Auftakt zur Stadtspange West.

Es geht zügig voran auf den Baustellen am Lennedamm. Gefühlt halb Letmathe schaute am Dienstag mindestens mit einem Auge auf die „R-Café“-Baustelle, als dort die gewaltigen Stahlbetonbinder auf das Bauwerk gesetzt wurden. Bis Donnerstag folgte der Einbau weitere Stahlbetonteile, deren Aussehen an das aus der Mathematik bekannte Formelzeichen „Pi“ erinnern und daher auch ihren Namen haben.

Bauleiter Peter Huth erklärte auf Nachfrage, dass der Bau demnächst eingeschalt und bewehrt werde. Unter der Bewehrung ist die Verstärkung von Betonbauteilen zu verstehen, die der Erhöhung der Tragfähigkeit dient. „Anschließend wird die Kellerdecke gegossen. Und wenn wir damit fertig sind, kommen die Maurer und bauen das eigentliche Café.“

Es war in der Tat beeindruckend, dass die rund 45 Tonnen schweren Teile zu Wochenbeginn wie Legosteine an ihre Position gesetzt wurden. Die Baustelle auf der gegenüberliegenden Seite kümmerte die meisten Bürger nicht. Dabei geht es auch dort prächtig voran: „Böse Überraschungen gab es bei uns nicht, im Gegenteil. Wir liegen zwei Wochen vor der Zeit“, sagte gestern Sven Hoffmann von der Gebrüder Schmidt Bauunternehmung, die momentan den Bau des neuen Parkplatzes auf dem Regenrückhaltebecken ausführt, zur Heimatzeitung. Hoffmann blickt als Leiter des Projektes vorsichtig auf den 16. November. Im Idealfall könnte der Parkplatz an jenem Freitag bereits freigegeben werden.

Der durch die weitgehende Sperrung des Bereichs Fingerhutsmühle drohende Parkplatz-Engpass im Innenstadtbereich ab 5. November könnte dadurch auf elf Tage begrenzt werden. Ob dieser ehrgeizige Termin eingehalten werden kann, liegt allerdings nicht in der Hand der Bauarbeiter. Das Wetter muss mitspielen. „Mehr als zwei Zentimeter Schnee dürfen in den nächsten zwei Wochen nicht fallen“, sagt Hoffmann. „Denn sonst wird das nix mit unserem ehrgeizigen Zeitplan.“

Gennaer Wasserversorgung wird frühzeitig sichergestellt

Der 5. November ist bereits erwähnt worden. Es ist der Tag, an dem der Bau der Stadtspange West startet. „Es hat sich etwas wegen einer Wasserleitung verzögert. Sie sollte zunächst nicht erneuert werden, nun aber doch“, erklärt der Bauleiter, Diplom-Ingenieur Detmar Jahn, von der Benning GmbH. Das Bauunternehmen aus Münster baute bereits die Lennepromenade und den Letnettiplatz (Stadtspange Ost). Die Verzögerung nimmt Jahn durchaus gerne in Kauf. „Wenn wir demnächst den Boden aufschütten, käme man nicht mehr so leicht an die Leitung heran. Noch schlimmer wäre es, wenn die Stadtspange gerade fertig ist und dann ein Schaden an der Leitung auftritt. Sie wurde Jahn zufolge vor 56 Jahren gebaut und ist von elementarer Bedeutung. „Durch die Leitung wird Genna mit Wasser versorgt.“

Damit nicht genug: Unter dem Lennedamm wird ein Kanal gebaut, durch den das „R-Café“ an das Kanalnetz angeschlossen wird. Auch deshalb ist die viel befahrene Straße seit Montag für zwei Wochen gesperrt. Detmar Jahn rechnet damit, dass die Stadtspange im Mai fertig wird. „Vorausgesetzt, der Winter wird nicht so wie der Sommer. Wir sind schon zufrieden, wenn bis Weihnachten die Leitungen liegen.“

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