Schützenfest

Auf Letmathes Königspaar wartet eine nagelneue Krone

Am Samstag entscheidet sich, welche Königin sich die neue Krone als Erste aufsetzen darf. Das Schießen beginnt um 14 Uhr.

Am Samstag entscheidet sich, welche Königin sich die neue Krone als Erste aufsetzen darf. Das Schießen beginnt um 14 Uhr.

Foto: Oliver Bergmann

Genna.   Der Schützenverein St. Hubertus richtet am Samstag sein Schützenfest aus. Der Festzug folgt zwei Wochen später.

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Es ist alles angerichtet, und auch das Wetter soll mitspielen: Am Samstag möchte der Schützenverein St. Hubertus Letmathe wieder ein echtes Königspaar proklamieren. Markus und Monika Assmann regieren offiziell nur als Vizekönigspaar. An die Kuriosität des bislang letzten Schützenfestes vor zwei Jahren erinnert sich Jürgen Scheuer, Oberst und Vorsitzender der St.-Hubertus-Schützen, noch ganz genau. „Es hatte sich niemand dazu bereit erklärt, den Rumpf des Vogels abzuschießen. Also galt: Wer die Krone herunterholt, amtiert als Vizekönig. Aber auch so haben Markus und Monika gemeinsam mit unserem Kaiserpaar Klaus Hönen und Christina Verweij den Verein sehr gut repräsentiert.“ Das Schießen mit dem Kleinkalibergewehr beginnt um 14 Uhr. An der Bergstraße sind sie sich sicher, dass diesmal nicht gekniffen wird, wenn es ernst wird, denn die neue Königin darf sich mit einer neuen Krone schmücken, die in der Westiger Goldschmiede von Gräfin Ute Strachwitz angefertigt wurde. Sie besteht aus Sterlingsilber, ist verziert mit stilisierten Blättern und mit zehn indischen Mondsteinen verziert. In der Mitte sind die vergoldeten Wappen des Schützenvereins und der alten Stadt Letmathe eingearbeitet worden.

Nach der Proklamation steht eine lange Nacht bevor

„Unsere alte Krone war sowieso nur ein Provisorium und hatte Gebrauchsspuren“, begründet Schriftführerin Yvonne Scheuer die Investition. Noch einmal Jürgen Scheuer: „Wir sind gespannt, wer es seiner Königin zuerst ermöglicht, die neue Krone zu tragen.“ Oder werden es am Ende sogar die Frauen sein, die ihre Männer dazu drängen, König zu werden, damit sie selbst die Krone bekommen? Die zweite Vorsitzende Elke Weimann sagt deutlich: „Alle Schützen, die nicht König waren, gehören zu den Aspiranten.“ An der Bergstraße wird es also spannend – und unterhaltsam: „Das sollte man nicht verpassen. Wenn wir unseren König haben, wird gefeiert, und zwar bis zum Morgengrauen“, kündigt Kompaniefeldwebel Klaus Prause an, der sich über regen Besuch aus der Bevölkerung freuen würde. Einige befreundete Vereine haben bereits zugesagt. Den Verantwortlichen steht damit ein langer Tag bevor, denn im Laufe des Vormittages statten die St.-Hubertus-Schützen gemeinsam mit dem Spielmannszug SG Eintracht Ergste dem Altenzentrum St. Kilian einen musikalischen Besuch ab. Anschließend fahren die Ergster nicht nach Hause – sie sorgen auch weiter für Unterhaltung, bis um 19 Uhr die Proklamation beginnt und die Coverband Up to Date den weiteren Abend gestaltet.

Nach Abschluss der ersten Feierlichkeiten werden zwei Wochen ins Land gehen, ehe sich das Königspaar erstmals in einem richtig großen Rahmen präsentiert. Am Sonntag, 29. April, steht der Festzug durch die Innenstadt an, der im Saalbau enden wird. Mit dem Musikverein Sound of Sauerland, dem IBSV-Spielmannszug, dem Fanfarencorps Kolping Lendringsen und erneut mit dem Spielmannszug aus Ergste wird ein ansprechender Tross durch Letmathe ziehen. Die Schützen hoffen, dass sie gegenüber den Bürgern, die sich den Zug am Straßenrand anschauen, nicht in der Mehrzahl sind.

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