Bürgerinitiative

Ausstellung mit politischer Unterstützung

Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Ahm stellt im Rathaus-Foyer Infotafeln aus.

Foto: Michael May

Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Ahm stellt im Rathaus-Foyer Infotafeln aus. Foto: Michael May

Letmathe.   Im Iserlohner Rathaus ist eine Ausstellung der Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm eröffnet worden. Die Kalkwerke unterbreiteten ein Gesprächsangebot.

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Das Naherholungsgebiet Ahm liegt am westlichen Rand des Iserlohner Stadtgebiets. Seit Montag aber ist es im politischen Herzen Iserlohns präsent - im Rathaus. Dort zeigt eine Ausstellung der Bürgerinitiative (BI) die Schönheiten der Natur am Ahm und deren wertvolle Vielfalt, aber auch die wechselvolle Geschichte. Die Ausbeutung von Bodenschätzen und der als Bedrohung empfundene, näher rückende Kalksteinbruch bleiben ebenso wenig ausgespart wie der Kampf der BI gegen die Erweiterungspläne der Kalkwerke Hohenlimburg.

Vertreter fast aller Fraktionen waren anwesend

Dass die Wahl des Ausstellungsortes ein Zeichen dafür ist, dass die Initiative die Unterstützung von Politik und Verwaltung genießt, blieb niemandem verborgen. Vizebürgermeister Thorsten Schick unterstrich diesen Symbolwert. „Vertreter fast aller Fraktionen sind hier“, stellte er beim Blick in die Runde der zwei Dutzend Anwesenden fest.

Schick stellte das große ehrenamtliche Engagement der Initiative und den hohen Wert der Landschaft heraus. Er gratulierte der Bürgerinitiative zum Sonderpreis, den sie in einem Wettbewerb der Bezirksregierung gewonnen hat. Und er lud alle Bürger dazu ein, sich die 14 Plakate mit Texten und Bildern im Rathaus anzusehen, geben sie doch genau das wieder, wofür die Initiative den Preis errungen hat. Schick betonte auch, dass es wichtig sei, Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Das tat gleich darauf Thomas Meilwes als einer der BI-Aktiven. Die Landschaft von Iserlohn sei durch Steinbrüche und Straßen ohnehin durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Ob es da denn wirklich nötig sei, ein gut erreichbares Naherholungsgebiet zu zerstören, um ein Restvorkommen von Kalkstein zu fördern. „Wir werden dafür kämpfen, dass dies nicht geschieht“, bekräftigte er.

Dr. Matthias Lange, Geschäftsführer der Hohenlimburger Kalkwerke, nutzte als Besucher die Gelegenheit, das Wort zu ergreifen. Er bot der Bürgerinitiative eine Zusammenarbeit an, um in einem „offenen, transparenten und fairen Dialog“ die Thematik der Rohstoffgewinnung und der Naherholung zu erörtern. Dabei gab er sich überzeugt: „Es kann einen Konsens geben“.

Wenn es darum gehe, einen Infopfad oder ein Netz von Spazierwegen anzulegen, sei eine Zusammenarbeit problemlos möglich, ging Meilwes zunächst auf dieses Angebot ein. Aber schon im nächsten Satz zeigte er klare Grenzen auf und lehnte Kompromisse ab: „Wenn es um die Erweiterung der Abbauflächen geht, brauchen wir nicht zu diskutieren.“ Wenige Sätze später schaltete sich die Vorsitzende der Bürgerinitiative Monika Langmann ein und erklärte die Diskussion für beendet.

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