Hospiz

Beispiel für bürgerliches Engagement

Der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler (li.) gehörte zu den Gratulanten bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen des Hospizes Mutter Teresa.

Der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler (li.) gehörte zu den Gratulanten bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen des Hospizes Mutter Teresa.

Foto: Stefan Janke

Letmathe.  20 Jahre Hospiz Mutter Teresa: Dank für große finanzielle Unterstützung

Seit 20 Jahren gibt es in Letmathe eine Herberge für todkranke Menschen, die nicht mehr im Krankenhaus oder zu Hause versorgt werden können: das Hospiz Mutter Teresa. Ein Ort, an dem das Sterben als Bestandteil des Lebens angesehen wird und wo die Patienten behütet, gepflegt und schmerzfrei die letzten Tage ihres Lebens in Würde verbringen können. Ein Ort, wo auch die Angehörigen Abschied nehmen können und dabei Unterstützung erfahren.

Letzte Station für bisher 1670 Menschen

Zu Beginn der vergangenen Woche wurde dieses kleine Jubiläum mit zahlreichen Gästen gefeiert, darunter auch Gründungsmitglieder, begleitende Mediziner und Förderer, durch deren Unterstützung die Arbeit im Hospiz erst ermöglicht wird. Denen dankten in ihren Ansprachen besonders der Geschäftsführer Matthias Germer, die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Renate Schulte Fiesel und der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler.

Für insgesamt 1670 Menschen war in den zurückliegenden 20 Jahren das Hospiz die letzte Station ihres Lebensweges. Und dahinter stünden, wie Matthias Germer sagte, die selbe Zahl individueller Lebenswege und Schicksale. „Gemeinsam haben sie im Hospiz Mutter Teresa einen Ort gefunden, wo sie sich am Ende ihres Lebens gut aufgehoben und betreut wissen durften.“ Das Hospiz Mutter Teresa sei zu einem Identifikationsobjekt für die einheimische Bevölkerung geworden, das von ehrenamtlichem Engagement und vielen Spendern getragen werde. Rechne man die Beträge zusammen, die in den vergangenen 20 Jahren für die Arbeit des Hospiz gespendet wurden, kommt ein stattlicher Betrag von rund vier Millionen Euro zusammen, die aus der Förderung aus der Bevölkerung geflossen sind. Nur so sei es auch vor drei Jahren möglich gewesen, den Neubau zu errichten, der die Bedingungen für die Hospiz-Gäste und das Personal erheblich verbessert habe „Damit ist der Hospiz ein leuchtendes Beispiel dafür, was bürgerschaftliches Engagement für das Gemeinwesen bewirken kann.“ Auch wenn der Gesetzgeber dafür gesorgt habe, dass die Finanzierung der Hospizarbeit durch Kranken- und Pflegekassen deutlich verbessert worden sei, so sei das Hospiz auch weiterhin auf Spenden angewiesen. In diesem Zusammenhang hob Matthias Germer die Tätigkeit des gemeinnützigen Fördervereins hervor, der mit seinen vielen Mitgliedern und vielfältigen Aktivitäten dafür gesorgt habe, dass immer genug Gelder geflossen seien, um die betriebswirtschaftliche Unterdeckung des Hauses aufzufangen.

Dank an Einrichtungsleiterin Lucyna Krzeminski

„Hospiz, Förderverein und Förderstiftung sind untrennbare miteinander verbunden“, unterstrich der Geschäftsführer. Besonderer Dank aber galt natürlich der Einrichtungsleiterin Lucyna Krzeminski, allen weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hospizes sowie Dr. Hans-Jörg Hilscher und den Ärztinnen und Ärzten des Palliativmedizinischen Konsiliardienstes, die Tag und Nacht für die Versorgung der Gäste zur Verfügung stehen.

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