Marienhospital

Belegschaft soll am Montag über Sozialplan informiert werden

Schließungsgegner marschieren Mitte Juni während eines Protestzuges Richtung Marienhospital.

Schließungsgegner marschieren Mitte Juni während eines Protestzuges Richtung Marienhospital.

Foto: Tim Gelewski / ikz-archiv

Letmathe.  Anfang kommender Woche will die Träger-GmbH des Marienhospitals den Mitarbeitern die Ergebnisse der Verhandlungen mit dem Betriebsrat vorlegen.

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Am Montag will die Märkische Gesundheitsholding den Mitarbeitern des Marienhospitals die Ergebnisse der Verhandlungen mit dem Betriebsrat vorstellen, hat Geschäftsführer Dr. Thorsten Kehe angekündigt. Die GmbH habe außerdem inzwischen einen Antrag bei der Kassenärztlichen Vereinigung gestellt, um die Möglichkeiten der ambulanten Versorgung ab November zu klären und warte derzeit auf Rückmeldung. Der stationäre Klinikbetrieb soll am 31. Oktober vollständig eingestellt werden.

Weitere Verhandlungen laufen mit dem Erzbistum Paderborn und der katholischen Kirchengemeinde Letmathe, da Grund und Immobilie gemäß vertraglicher Bestimmungen aus den 1980er Jahren von der Kirche nur unter der Bedingung überlassen werden, dass dort ein Krankenhaus betrieben wird – das Seniorenheim ist über eine Klausel einem solchen gleichgestellt. Hospiz und Dialyse sind, wie berichtet, nicht von den Schließungsplänen betroffen.

In Kirchenkreisen hält man sich bedeckt über den Verlauf der Gespräche und die eigenen Prioritäten, auch das Erzbistum wollte zu diesem Zeitpunkt keine Stellungnahme abgeben. Mit Blick auf die Zukunft scheint derzeit nur klar, dass am Standort des Hospitals kein „Medical Village“ entstehen wird – zumindest nicht unter der Regie eines Investors aus Hessen, der bis vor Kurzem noch auf der Interessentenliste gestanden hatte und den die GmbH jetzt endgültig abgeschrieben hat.

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