Stadtentwicklung

Brückenpläne erneut gescheitert

An diesen Durchgang könnte sich eines Tages eine Fußgängerbrücke anschließen - auch wenn es derzeit nicht danach aussieht.

Foto: Oliver Bergmann

An diesen Durchgang könnte sich eines Tages eine Fußgängerbrücke anschließen - auch wenn es derzeit nicht danach aussieht. Foto: Oliver Bergmann

Letmathe.   Das ewige Projekt zur Anbindung des Lennedamms an die Innenstadt wird vorerst nicht geprüft.

Die Idee, den Lennedamm und die Hagener Straße mit einer mittig gelegenen Brücke zu verbinden, verschwindet vorläufig wieder in der Schublade. CDU und FDP sind im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung mit ihrem Antrag gescheitert, die Umsetzung des Projektes durch die Stadtverwaltung prüfen zu lassen. Mit neun zu sieben Stimmen lehnten es die Ausschussmitglieder mehrheitlich ab.

Offenbar hatte Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke im Gegensatz zu Karsten Meininghaus (CDU) die besseren Argumente vorgetragen. „Wir glauben, dass die Anbindung der Lennepromenade durch die Stadtspangen ihre Vollendung gefunden hat. Außerdem tauchte in keinem der damals eingereichten Planungsentwürfe eine mittig gelegene Lösung auf. Ich sage auch ganz deutlich, dass wir noch viele dringendere Fragestellungen vor der Brust haben. Dieses Thema kommt erst am Ende einer langen Liste“, begründete Janke. Er machte den Befürwortern gleichzeitig Hoffnung: „Lasst uns die Fertigstellung der Stadtspange West und das Verkehrsgutachten abwarten, dann könnte über diese dritte Verbindung noch einmal nachgedacht werden.“

Karsten Meininghaus hatte zuvor dargelegt, warum seine Partei und die FDP diese alte Idee, die seit 1984 immer wieder Thema in Rat und Ausschuss gewesen ist, für umsetzungswürdig halten: Die Promenade brauche eine weitere attraktive Anbindung, weil im Westen auch nach der Fertigstellung der zweiten Stadtspange das Problem mit den Treppenstufen zwischen Fingerhutsmühle und Hagener Straße bestehe.

Komprimissvorschlag zu kurzfristig gedacht

Außerdem könne durch ein Brückenbauwerk, das sich an die dafür vorgesehene Öffnung im Bereich der Hausnummern 43 bis 45 anschließe, ein Stein ins Rollen gebracht werden: Die optische Aufwertung der dem Langen Kummer zugewandten Häuser, die mittlerweile auch auf der CDU-Agenda steht. Manuel Huff (Linke) hatte mit seinem Kompromiss-Vorschlag nicht mehr Erfolg: Er schlug vor, dass die Verwaltungsmitarbeiter die Sache in Ruhe prüfen und eine grobe Planung mitbringen sollen, wenn am 30. Juni mit den Bürgern die Ergebnisse des Verkehrsgutachtens besprochen werden. Das sei viel zu kurzfristig, kritisierte Stadtplaner Thorsten Grote. Das Thema ist damit wieder vom Tisch – zumindest vorläufig.

Auch interessant
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik