Steinbruch-Gegner unter neuem Namen

Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm

Monika Langmann (3. v. re.) ist bei der Versammlung der Bürgerinitiative gegen die Steinbrucherweiterung am Ahm zur neuen 1. Vorsitzenden gewählt worden.

Foto: IKZ

Monika Langmann (3. v. re.) ist bei der Versammlung der Bürgerinitiative gegen die Steinbrucherweiterung am Ahm zur neuen 1. Vorsitzenden gewählt worden. Foto: IKZ

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Letmathe. Die Bürgerinitiative gegen die Steinbrucherweiterung auf dem Ahm hat einen neuen Namen und mit Monika Langmann auch eine neue Vorsitzende.

„Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm als Natur- und Erholungsraum“ lautet der neue Name, der einstimmig im Gasthaus „Zum Försterhaus“ beschlossen wurde. Er klingt freundlicher als der alte und bringt das wichtigste Anliegen zum Ausdruck. Dennoch, so wurde in der Versammlung mit rund 40 Teilnehmern, betont, wird die ablehnende Haltung zur Steinbrucherweiterung nicht aufgeweicht.

Die neugewählte neue Vorsitzende Monika Langmann löst den kommissarischen Vorsitzenden Hans Niggemann ab. Sie hielt keine Antrittsrede, sondern begnügte sich mit wenigen, aber prägnanten Worten, um die künftige Arbeit zu umreißen: „Wir geben nicht auf“ und „Wir werden es schaffen“, strahlte sie Entschlusskraft und Optimismus zugleich aus.

Monika Langmann war ebenso einstimmig gewählt worden wie der neue 2. Vorsitzende Oliver Chiarelli. Der Vorstand ernannte Benno Ittermann und Ursula Niggemann zu Kassenwarten.

Die Bürgerinitiative will sich weiter darauf konzentrieren, den Steinbruch auf dem Klageweg zu verhindern. Dabei rechnet sie mit der Unterstützung der Stadt, da die Initiative - sie ist noch keine drei Jahre alt - selbst nicht klageberechtigt ist. Die bisher in Auftrag gegebenen Gutachten lassen, wie Niggemann und Langmann hervorhoben, eine Klage aussichtsreich erscheinen. Auf Empörung im Saal stieß die Information, dass die Kalkwerke die Ratsmitglieder bei einer Ablehnung der Steinbrucherweiterung als regresspflichtig bezeichnet haben sollen. Das grenze an Nötigung und sei eigentlich ein Fall für die Staatsanwaltschaft, meinte ein Versammlungsteilnehmer.

Um das Thema im öffentlichen Bewusstsein zu halten, ruft die Bürgerinitiative für den 9. Oktober ab 14 Uhr zu einer Begehung des Erweiterungsgebiets auf. Dabei wird sie von den Dümpelacker-Siedlern unterstützt.

Die Bürgerinitiative ist als gemeinnützig anerkannt. Sie erhebt, wie beschlossen wurde, keine Mitgliedsbeiträge, nimmt aber gerne steuerlich absetzbare Spenden an, ab 100 Euro gegen Quittung.

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