Café an der Lenne

Café über dem Fluss: „Das geht ab wie eine Rakete“

Die Visualisierung des Arnsberger Ingenieur-Büros Hellmann zeigt das „R-Café“, so wie es in gut einem Jahr über der Lenne schweben wird.

Foto: privat

Die Visualisierung des Arnsberger Ingenieur-Büros Hellmann zeigt das „R-Café“, so wie es in gut einem Jahr über der Lenne schweben wird.

Letmathe.   Nach der Kilianskirmes beginnen die Gründungsarbeiten für das „R-Café“ über der Lenne. 50 Prozent des Bauwerks sollen in der Luft schweben.

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„So ein Café über dem Fluss werden sie nicht woanders finden, das ist ein Unikat“, verspricht Architekt Klaus Franksmann. Und der Arnsberger prophezeit, dass das – von manchem Letmather mit Argwohn beäugte – „R-Café“, das nun an der Lenne gebaut wird, „abgehen wird, wie eine Rakete“ – und zwar für ganz Letmathe. Das Beispiel Neheim, wo Investor und „R-Café“-Betreiber Christoph Wefers bereits ein solches Objekt an der Ruhr aufgebaut hat, habe nur positive Auswirkungen auf den Ort gehabt.

Städtisches und privates Engagement gut verknüpft

So sieht es auch Iserlohns Baurat Mike-Sebastian Janke, der am Freitagmorgen zur von großem Optimismus geprägten Präsentation des Projektes kurz vor dessen Baubeginn ins Rathaus eingeladen hatte. „Das Café direkt im Fluss wird Letmathe und die ganze Stadt bereichern und Ausstrahlung weit über die Stadtgrenzen hinaus haben“, ist sich der scheidende Baurat sicher. Das neue „R-Café“ – R steht für River, also Fluss – mit gut 200 Sitzplätzen wertet Janke als eine ideale Verknüpfung von städtischem und privatem Engagement. Die Stadt habe mit der neuen Lennepromenade die Voraussetzungen geschaffen, und die „R-Café“-Gruppe habe die Chancen erkannt. „Ein weiterer Meilenstein für Letmathe“, sagte Janke.

Auch für die Erbauer, wie sich bereits in der Planungs- und Genehmigungsphase herausstellte. „Wir haben es hier eben auch mit Wasserecht zu tun, wenn wir in die Lenne bauen“, erklärte Architekt Franksmann. Und da geht’s richtig in die Tiefe. Bis 4,50 Meter in die Lenne-Sohle hinein wird das Fundament für sechs Pfeiler gegossen.

50 Prozent des Bauwerks schweben in der Luft

„Wir errichten zunächst ein Brückenbauwerk. Darauf werden per Kran fertig angelieferte, riesige Betonplatten gesetzt, die wiederum das Gebäude tragen“, beschreibt Franksmann die aufwendigen Bauphasen. Am Ende werden 50 Prozent des Bauwerks frei über der Lenne und ihrem Ufer schweben. Da alle Verträge und die Baugenehmigung unter Dach und Fach sind, beginnen die Gründungsarbeiten schon nach der Kilianskirmes.

Noch in diesem Jahr soll der Rohbau fertig sein, im Frühjahr geht’s dann mit dem Innenausbau weiter. „Und sechs Wochen, nachdem sie fertig sind, können wir eröffnen“, kündigte im selben Atemzug Investor Christoph Wefers mit Blick auf den Architekten an. Und wenn die Stadtspange mit großem Spielplatz und 100 Pkw-Stellplätzen im nächsten Sommer auch noch komplett ist, dann werden die Letmather diesen Innenstadtbereich zwischen Lenne und Hagener Straße kaum wiedererkennen.

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