Kultur

Das Leben nicht so schwer nehmen

Mit Maria Vollmerzog Heiterkeit in den Gewölbekeller ein.

Foto: Manuela Radigk

Mit Maria Vollmerzog Heiterkeit in den Gewölbekeller ein. Foto: Manuela Radigk

Letmathe.   Das Publikum im Gewölbeller hatte wieder viel zu lachen und feierte Maria Vollmer für ihren Auftritt.

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„Push-Up, Pillen & Prosecco“ warteten am Mittwochabend auf das Publikum im ausverkauften Gewölbekeller. Zu Gast war Kabarettistin Maria Vollmer mit einem Programm, das sich auf humorvolle Weise mit der Zeit zwischen Teenager- und Rentnerdasein beschäftigte und innerhalb der Schilderungen sogar noch darüber hinausging.

Da wäre zum einen der pubertierende Sohn, der ganz stolz auf seine ersten Bartflusen ist und sich äußerlich zu Justin Bieber verwandelt, um sein Date mit einem jungen Daniela-Katzenberger-Verschnitt zu genießen. Zum anderen gibt es die Mutter im gesetzten Alter, die ihre eigene Tochter für die neue Geliebte ihres Schwiegersohns hält. „Als emanzipierte Frau darf ich zwar so schlau sein wie Einstein, aber nicht so aussehen“, verriet die Künstlerin, die „im richtigen Leben“ Ausbildungen in Tanz, Musik und Schauspiel genossen hat.

Kein Wunder also, dass das Publikum einen bunten und kurzweiligen Abend erlebte. Maria Vollmer sang innerhalb der Darbietung eigens gedichtete Lieder zu bekannten Melodien. Da wurde aus dem ABBA-Hit „Fernando“ einfach mal das beliebte Frauen-Hobby „Shoppen bei Zalando“. Auf Küchenutensilien zeigte sie ihre Trommelfähigkeiten und sie schlüpfte in verschiedenste Rollen aus früheren Leben: Dazu zählten Hanni bei der Alpenüberquerung oder Pressesprecherin von Moses.

Mit tollen Geschichten nahm Maria Vollmer das Älterwerden aufs Korn und betonte, dass viele Dinge doch auch gar nicht so schlimm seien. So müsse man dank Inkontinenzartikel nicht mehr ewig bei den Damentoiletten anstehen oder bekomme viele Pillen jetzt unkompliziert vom Arzt verschrieben. Eine „Pille“ gab es dann auch nach der Veranstaltung am Mittwoch für das Publikum von der Kabarettistin: ein Traubenzuckerbonbon. „Sie haben alle so schön mitgemacht“, spielte Maria Vollmer auf Beifall, Zwischenrufe und sogar Tanzeinlagen der Zuschauer an. Sie komme definitiv wieder in den Gewölbekeller, was neben dem Publikum auch den Förderverein Haus Letmathe als Organisator freuen dürfte.

„Wir hätten wahrscheinlich jede Karte doppelt vergeben können“, beschrieb der Vorsitzende Franz-Josef Schlotmann, der die Künstlerin wenige Stunden zuvor vom Bahnhof abgeholt hatte, den mehr als erfolgreichen Vorverkauf.

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