Schule

Denkwürdige Einweihungsfeier

Der Anbau an die Bartholomäus-Grundschule ist jetzt in vollem Umfang nutzbar.

Foto: Oliver Bergmann

Der Anbau an die Bartholomäus-Grundschule ist jetzt in vollem Umfang nutzbar. Foto: Oliver Bergmann

Oestrich.   Die Oestricher Bartholomäus-Grundschule stellte am Mittwoch ihren Anbau in den Mittelpunkt. Gefeiert wurde mit Gästen und Schülern.

Nein, vergessen worden ist die Feierstunde nicht. Die Bartholomäus-Grundschule hat am Mittwochmorgen ihren Anbau eingeweiht – obwohl er schon seit Beginn des zu Ende gehenden Jahres genutzt wird. „Aber als wir die Räume bezogen haben, war noch nicht alles fertig“, begründet Schulleiterin Verena Heintz den ungewöhnlichen Zeitpunkt.

Ebenfalls in Teilen ungewöhnlich, aber vorbildhaft, ging dann die knapp zweistündige Feier vonstatten. Mit einem musikalischen Beitrag, den die Schüler der Jahrgangsübergreifenden Lerngruppen (JüL) 3 und 11 beisteuerten, war noch zu rechnen, nicht aber mit dem Weg, den das Büffet in die neue Mensa fand: Die Schulleitung fragte beim hauswirtschaftlichen Bereich der Hauptschule Letmathe an, ob diese Aufgabe übernommen werden könnte. Zur Freude von Verena Heintz servierten zwei ehemalige Bartholomäus-Schüler die kleinen Häppchen.

Schüler füllen bei Einweihung wichtige Rollen aus

Natürlich wurde den Gästen auch die Möglichkeit gegeben, sich in dem dreigeschossigen Gebäude mit insgesamt 875 Quadratmetern Fläche umzuschauen. Alleine gelassen wurden sie nicht – Bartholomäus-Schüler führten ihre Besucher in jeden Winkel. Anwesend waren Vertreter aus Politik und Verwaltung, von Vereinen, umliegenden Kindergärten und Schulen und aus den eigenen Reihen. Viele hielten Grußworte. Frank Menne zum Beispiel. Der Vorsitzende der Schulpflegschaft gestand ein, nicht der begnadetste Redenschreiber zu sein. So verlas er die niedlichen Grußworte, die ihm seine Tochter Carlotta aufschrieb. Sie ist momentan im zweiten Schuljahr.

Vizebürgermeister Thorsten Schick verglich den mehr als 2,1 Millionen Euro teuren Anbau mit dem vor wenigen Jahren fertiggestellten Winner Forum.

Neubau überzeugt durch technische Raffinessen

Bislang sei dies Oestrichs herausragendstes Gebäude gewesen. Doch die Schule habe etwas ebenbürtiges bekommen, das nicht nur optisch durchweg als gelungen gelobt wurde. Die ebenfalls anwesende Architektin Joanna Kurzaj erklärte gegenüber der Heimatzeitung einige Details. Da wären die geheimnisvollen Holzelemente an den kahlen Betonwänden: „Sie schlucken den Schall.“ Und tatsächlich: Jedes gesprochene Wort hätte in dem Mensa-Raum mit seiner vier Meter hohen Decke fürchterlich hallen müssen. Stattdessen kann die Mensa akustisch gesehen mit einem gemütlichen kleinen Zimmer mithalten, in dem ein Teppichboden verlegt ist. In allen Etagen wurden bodentiefe Fenster verbaut. Über der Mensa ist ein elfter Klassenraum eingerichtet worden, dort befindet sich außerdem ein Raum für den offenen Ganztagsbereich (OGS) und das Büro der OGS-Leiterin Elke Dieckmann. Im zweiten Obergeschoss sind ein Musik-, ein Förder- und ein zweiterer OGS-Raum untergebracht. Herzstück des Anbaus ist aber der Aufzug, durch den die gesamte Bartholomäus-Grundschule auf einen Schlag barrierefrei geworden ist.

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