Melange bei Pollmeier

Der Duft des neuen Halbjahresprogramm hängt in der Luft

Seit 2005 rühren sie eine „Melange“ an, die den Geschmack der Besucher trifft (v.li.:): Dr. Thomas Eicher, Monika Pollmeier und Bernd Pollmeier freuen sich auf ein Halbjahr mit neuem Programm.

Seit 2005 rühren sie eine „Melange“ an, die den Geschmack der Besucher trifft (v.li.:): Dr. Thomas Eicher, Monika Pollmeier und Bernd Pollmeier freuen sich auf ein Halbjahr mit neuem Programm.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Genna.  Der Vorverkauf für das neue Halbjahresprogramm „Melange“ bei Pollmeier hat begonnen.

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Die Kaffeehauskultur erfreut sich an der Lenne weiterhin großer Beliebtheit – die literarische „Melange“-Gesellschaft von Dr. Thomas Eicher wartet auch im ersten Halbjahr 2020 mit einem anregenden Programm in der Gaststätte Pollmeier auf. Bei rund 300 Veranstaltungen seit der Premiere des Formats im September 2005 darf getrost davon ausgegangen werden, dass es nicht nur die regelmäßige Dosis Koffein ist, die die Besucher immer wieder herlockt.

„In der ganzen Zeit hatten wir keine richtige Enttäuschung, auch nicht bei den weniger bekannten Künstlern“, befindet Monika Pollmeier rückblickend. Zumindest im Großen und Ganzen und gemessen an der Reaktion des Publikums sind die Veranstalter offenbar davon verschont geblieben, ernsthaft auf die Nase zu fallen. Auch Absagen von Künstlern hat es noch keine gegeben: „Bisher ist noch jeder gekommen.“

Hinter den Kulissen werden mitunter die Nerven strapaziert

Was sich sehr wohl in die Erinnerung von Monika und Bernd Pollmeier und Thomas Eicher eingebrannt hat, sind kleinere und größere Dramen hinter den Kulissen, beinahe-Unfälle und nervenzerreißende Hängepartien. Ein Beispiel: Einmal hatte ein Künstler, der eine nicht unbeträchtliche Anreise auf sich genommen hatte, seine Texte zu Hause vergessen. Davon erfuhren die Pollmeiers, als am Nachmittag vor der Veranstaltung ein Anruf von der „Kleinen Buchhandlung“ kam mit dem Hinweis, dass dort ein verzweifelt wirkender Herr die gesamte vorrätige Literatur eines bestimmten Autors verlangt habe und für seinen Auftritt nach den richtigen Stellen suche. Am Ende sei es irgendwie gut gegangen, beendet Monika Pollmeier ihren Bericht und schmunzelt. „Aber unsere Aufregung, die können Sie sich wohl vorstellen.“

Da Thomas Eicher im kommenden September auf ein Jubiläum (15 Jahre) bei Pollmeier zurückblickt, erwägt er, eine Sondervorstellung zum Thema „Pleiten, Pech und Pannen bei Melange“ ins Programm zu nehmen – der Gedanke, ein solches zusammenzustellen, bereitet ihm schon jetzt unverkennbar diebische Freude.

Zwei neue Gesichter werden im neuen Halbjahr erwartet

Für das neue Programm ist es gelungen, alle Termine doppelt anzubieten: jeweils einen für die inoffiziellen Abonnenten und einen weiteren, für den Karten ab sofort frei verkauft werden (siehe Infobox). Die vier Veranstaltungen bis zum Juni bieten wie immer eine Mischung aus alten Bekannten und Premieren. So zählen Martin Bross und Klaus Grabenhorst fast schon zu den Stammgästen, während Matthias Fuhrmeister mit seinem Heinrich-Heine-Programm und Helmut Thiele mit seinen „Kabinettstückchen“ in Genna Premieren feiern.

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