Projekt an Realschule

Der Gefahr der Intoleranz begegnen

Die Klasse 10 b der Realschule Letmathe befasste sich einen ganzen Vormittag mit dem Thema Rechtsextremismus.

Die Klasse 10 b der Realschule Letmathe befasste sich einen ganzen Vormittag mit dem Thema Rechtsextremismus.

Foto: IKZ

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Letmathe.  Hakenkreuzschmierereien sieht man gelegentlich auch an Letmather Häuserwänden. Schon deshalb ist es sinnvoll, sich auch an Letmather Schulen intensiv mit dem Thema Rechtsextremismus zu beschäftigen. Letmather Realschüler haben dies am Montag bei einem Projekttag getan.

„Gewalt“, „Überfall auf Ausländer“, „Terror“ und „schlimmstenfalls Mord“. Schlagworte wie diese standen auf Zetteln, die die Schüler geschrieben und vor sich auf den Boden gelegt hatten. Sie wollten damit die Gefahren ausdrücken, die vom Rechtsextremismus ausgehen können. Die Klasse 10 b beschäftigte sich den ganzen Vormittag lang mit dem Thema. Angeleitet wurden die Schüler von zwei Pädagoginnen des „Netzwerkes für Demokratie und Courage“, die dafür nach Letmathe gekommen waren.

Dass Rassismus und Fremdenhass verheerende, grauenvolle Auswirkungen haben können, war den Schülern schnell klar. Langsam reifte aber auch die Erkenntnis, dass Intoleranz und Menschenverachtung ihre Wurzeln oft im alltäglichen Leben haben. Das machte viele Schüler betroffen. Wenn etwa in Witzen oder in der Werbung über Minderheiten oder bestimmte Volksgruppen gespottet wird, können falsche Vorurteile und Gefühle der Abneigung entstehen. Auch der Werbespot eines Elektromarkts, in dem darüber gelästert wird, dass Frauen nicht mit Technik umgehen können, ist keineswegs harmlos.

Die Letmather Schüler entwickelten ein Gespür dafür, wie gefährlich es sein kann, wenn Bevölkerungsgruppen, die ohnehin benachteiligt sind, auch noch verächtlich gemacht werden. Ebenso wurde den Zehntklässlern klar, dass man menschenverachtende Gewalt auf keinen Fall akzeptieren darf, sondern sich mutig dagegen wehren muss. Wenn zum Beispiel ein Mensch mit dunkler Hautfarbe vom Türsteher einer Disco beleidigt und zurückgewiesen wird, gilt es nicht wegzuschauen, sondern laut zu sagen, dass man damit nicht einverstanden ist. Solch einer Disco kann man demonstrativ den Rücken kehren.

Der Projekttag war eine Begleitveranstaltung zur der Ausstellung „Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen“, die am 7. November von Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens im Rathaus Iserlohn eröffnet worden war.

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