Lenneschiene

Der Rahmen ist fertig, das Bild wird sichtbar

V. li.: Klaus Frankmann (Ingenieurbüro Hellmann), Stadtbaurat Thorsten Grote, Serkan Yesil (Geschäftsführer R-Café), Anna Andress, Wolf Hundeloh (beide Stadplaner) und Rainer Großberndt (Werbegemeinschaft Letmathe) präsentieren die freigegebene Stadtspange West.

V. li.: Klaus Frankmann (Ingenieurbüro Hellmann), Stadtbaurat Thorsten Grote, Serkan Yesil (Geschäftsführer R-Café), Anna Andress, Wolf Hundeloh (beide Stadplaner) und Rainer Großberndt (Werbegemeinschaft Letmathe) präsentieren die freigegebene Stadtspange West.

Foto: Michael May

Letmathe.  Mit der schon weitgehend nutzbaren Stadtspange West nähert sich das Gesamtkonzept Lennepromenade der Vollendung.

Die Klammer ist fertig: Mit der „Stadtspange West“ als städtebaulichem Rahmen präsentiert sich die Lennepromenade jetzt in der Wirklichkeit fast schon wie ein Abbild der Vision, die mit dem Projekt „Lenneschiene“ 2009 erfolgreich in den Wettbewerb um die großzügige EU-Förderung getreten ist. Stadtbaurat Thorsten Grote und weitere Verantwortliche haben am Montag das so gut wie fertige Areal zwischen Hagener Straße und dem noch im Bau befindlichen R-Café vorgestellt.

Turm ist fertig, nur die Rutsche fehlt noch auf dem Spielplatz

„Das ist keine offizielle Übergabe“, betonte Grote und begründete den Vorabtermin stattdessen mit dem weitgehend nutzbaren Zustand: Am Freitag habe der TÜV den Spielplatz abgenommen, nur die Rutsche fehlt noch, deshalb ist der Turm (links im Bild) noch abgesperrt. Ein Teil der neuen Pkw-Stellplätze wird noch für die Bauarbeiten am R-Café benötigt, die Mehrzahl wird bereits seit Dezember von Autofahrern in Anspruch genommen. Der direkte Durchgang zum Lenneufer ist frei, Blumen blühen und Bänke laden zum Verweilen ein.

Was noch fehlt, ist ein Name. Zu erwarten ist, dass sich die Findung ähnlich vollziehen wird wie bei der „Stadtspange Ost“, dem Arbeitstitel des jetzigen Letnetti Platzes, also über einen öffentlichen Wettbewerb. Das R-Café, kündigte Geschäftsführer Serkan Yesil an, soll am 1. August seine Türen öffnen. Damit, diese Bemerkung wollte sich Thorsten Grote nicht verkneifen, „war die öffentliche Hand schneller als der private Bauherr“. Das sei jedoch, wie er sofort relativierte, teilweise so geplant gewesen (die Parkplätze etwa sollten vor der Eröffnung des Cafés zur Verfügung stehen), zum anderen habe die Stadt großes Glück mit den ausführenden Handwerksfirmen gehabt, die verschiedener Widrigkeiten zum Trotz einen zügigen Baufortschritt realisiert haben.

Bauprojekt ohne eine einzige Beschwerde durchgezogen

Bedanken möchte sich Grote auch bei den Anwohnern, die trotz zum Teil erheblicher Umstände die Ruhe bewahrt hätten: „Es ist keine einzige Beschwerde von Bürgern eingegangen.“ Die dürfen sich jetzt freuen über eine barrierefreie Querung des Lennedamms und ein Verkehrskonzept, das Fußgängern Vorrang einräumt. Der neue Kinderspielplatz Fingerhutsmühle, der in die größte Kategorie „A“ fällt (dabei spielen die Fläche und der nahe gelegene Bolzplatz eine Rolle), soll auch den Familien dienen, die nach der Fertigstellung des neuen Quartiers in Genna leben werden – wenn das städtebauliche Konzept dort aufgeht.

Mit der Kilianskirmes (19. bis 22. Juli) wird der Platz erstmalig bei einer größeren Veranstaltung erprobt, im Anschluss wird der SIH die Fahrbahn des Lennedamms erneuern, was eine Vollsperrung bis zum Ende der Sommerferien nach sich ziehen wird. Bis zum Brückenfest Ende September soll alles fix und fertig sein. Grote: „Das ist ein echter Mehrwert für Letmathe.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben