Politik

„Die haben keinen Bezug mehr zu den Leuten“

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Foto: Tim Gelewski

Letmathe.   Auf Einladung der SPD-Ratsfraktion besuchte der wohnungspolitische Sprecher Volkan Baran die Wohnungsgenossenschaft.

Wohnungsmangel und steigende Mieten, Vermietergesellschaften, die ihre Immobilien als reine Renditeobjekte, ihre Kunden überspitzt gesagt als reine Melkkühe sehen: Am Donnerstag besuchte Volkan Baran, Mitglied des Landtags und wohnungspolitischer Sprecher der NRW-SPD auf Einladung der Iserlohner Fraktion die Wohnungsgenossenschaft Letmathe-Oestrich. Baran, der seinen Wahlkreis in Dortmund hat, sparte dabei nicht an Lob für das Genossenschaftsmodell und die Ansprechbarkeit für Kunden vor ort und kritisierte gleichzeitig Miet-Konzerne wie die Vonovia: „Die haben keinen Bezug mehr zu den Leuten.“

Kritik gab es aber auch an der oft ausufernden Bürokratie, die auch kleine Genossenschaften oder die Mieter selbst hart trifft: Beispiel: Mieterstrom. „Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, und überschüssigen Strom an den Nachbarn verschenken will, müsste rechtmäßig ein Gewerbe anmelden. Das ist absurd“, so der Landtagsabgeordnete. „Die Bürger haben da keine Möglichkeit, solidarisch zu sein.“

Der Geschäftsführer der Letmather Genossenschaft, Jochen Eikermann, berichtete von den Trends im Letmather Raum, wo sich der Markt allmählich anspanne, von den Vorzügen langjähriger Bekanntschaft mit dem Handwerk vor Ort, aber auch von einer zunehmenden Verrohung der Umgangsformen seitens einiger Mieter. „Das merken wir hier leider auch.“

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