Vereinswesen

Die „Kellerkinder“ ziehen Bilanz

Sie werden den Förderverein in den nächsten zwei Jahren führen (von l.): Tom Culaj wurde zum neuen Schatzmeister gewählt, Barbara Metzger übernahm das Amt der Mediensprecherin. 1. Vorsitzender Franz-Josef Schlotmann, 2. Vorsitzende Gisela Wydra und Schriftführer Herbert Müller wurden einstimmig wiedergewählt. 

Sie werden den Förderverein in den nächsten zwei Jahren führen (von l.): Tom Culaj wurde zum neuen Schatzmeister gewählt, Barbara Metzger übernahm das Amt der Mediensprecherin. 1. Vorsitzender Franz-Josef Schlotmann, 2. Vorsitzende Gisela Wydra und Schriftführer Herbert Müller wurden einstimmig wiedergewählt. 

Foto: Miriam Mandt-Böckelmann

Letmathe.   Der Förderverein Haus Letmathe will sich für die Zukunft aufstellen und den Vorstand verjüngen.

Die Richtung ist klar, die Weichen sollen in den nächsten beiden Jahren gestellt werden: Ziel ist die Verjüngung des Vorstandes, denn „wir wollen ja keine reine Rentnertruppe sein“, wie Franz-Josef Schlotmann, der alte und neue 1. Vorsitzende des Fördervereins Haus Letmathe, bei der Mitgliederversammlung im Gewölbekeller mit einem Augenzwinkern bemerkte.

2019 feiert der Verein sein zehnjähriges Jubiläum oder – wie es ein Mitglied formulierte: „Wir sitzen jetzt hier seit zehn Jahren im Keller!“ Gemeint ist der historische Gewölbekeller von Haus Letmathe, der in den letzten Jahren zu einem beliebten Veranstaltungsort geworden ist. Schlotmann erinnerte an die wichtigsten Ereignisse des Vereinslebens im Jahr 2018. Ganz vorne: Der Letmather Weihnachtsmarkt, bei dem der Förderverein traditionell die Cafeteria im Gewölbekeller betreibt.

Mit vereinter Kraft die gesteckten Ziele erreicht

Hinter dem weihnachtlichen Treiben stecke eine tolle Logistik und ganz viel Helferfleiß, lobte Schlotmann. „Der Auf- und Abbau hat super geklappt, und das, obwohl zahlreiche freiwillige Helfer ausgefallen sind. Trotzdem haben alle zusammengehalten und gemeinsam haben wir unser Ziel erreicht“, so der Vorsitzende. Zumal 2018 erstmals auch das Kuchenangebot vom Förderverein bestritten und zusätzliche Back-Schichten eingelegt werden mussten.

Hinter dem Einsatz beim Weihnachtsmarkt stehe nicht der Gedanke, mit Kaffee und Kuchen einen Gewinn zu erwirtschaften. Schlotmann: „Es geht uns darum, bekannter zu werden und mit den Leuten über unseren Verein und das Haus Letmathe ins Gespräch zu kommen.“ Keine Werbung mehr braucht die überaus erfolgreiche Veranstaltungsserie „Kultur im Gewölbekeller“. Von den insgesamt zwölf Veranstaltungen im Jahr 2018 waren zehn ausverkauft und 2019 dürfte es wohl so weitergehen: „Die Karten für die ersten fünf Veranstaltungen waren schon am Tag des Vorverkaufsstarts weg“, erklärte der Vorsitzende.

Ein tolles Ergebnis und ein Zeichen dafür, dass sowohl die Auswahl der Künstler und deren Qualität als auch das Gesamtpaket stimmen. Trotzdem wolle man versuchen, das Programm inhaltlich auch auf jüngere Besucher auszuweiten. Da Kassierer Mark Weiß verhindert war, trug die 2. Vorsitzende Gisela Wydra den Kassenbericht vor. Kurz gesagt: Der Verein blickt auf eine positive Entwicklung und einen soliden Haushalt. Keine Frage also, dass der Vorstand einstimmig entlastet wurde.

Franz-Josef Schlotmann und Gisela Wydra stellten sich ebenso wie Schriftführer Herbert Müller zur Wiederwahl – und wurden einstimmig gewählt. Für Schlotmann wird es wohl das letzte Mal gewesen sein: Er kündigte an, sich in den nächsten beiden Jahren intensiv auf die Suche nach jüngeren Mitgliedern zu machen und diese an die Spitze zu lassen. Es sei „ein Jahr des Umbruchs“.

Verkauf des Dom-Buches soll konkretes Projekt finanzieren

Mit dem jungen Tom Culaj zieht ein ebensolches Mitglied als neuer Schatzmeister in den Vorstand ein, Barbara Metzger engagiert sich als Mediensprecherin. Im Anschluss bedankte sich Diakon und Historiker Peter Trotier bei den Mitgliedern des Fördervereins für die Spende in Höhe von 5500 Euro, die aus dem Verkaufserlös des „Dom-Buches“ von Otto Kröger stammt (die Heimatzeitung berichtete). Trotier: „Wir wollen das Geld in ein konkretes Projekt einfließen lassen, dann können wir später immer mal sagen: ,Das hat die Spende des Fördervereins erst möglich gemacht‘“.

Zum Abschluss präsentierte Hobbyfilmer Wolfgang Hartmann seine Bild- und Filmcollage mit dem Titel „Haus Letmathe und seine Bewohner und Nutzer“. Darin: Die wechselhafte Geschichte der Immobilie von den Anfängen bis heute. Ein Meilenstein in der neueren Zeit: 1976 kaufte die Stadt Iserlohn Haus Letmathe von der Hoesch AG, Hohenlimburg und konnte es so vor dem Abriss bewahren. Hartmanns Film endete mit der Eröffnung nach der Renovierung im September 2009 – ein runder Geburtstag, der es verdient hat, gefeiert zu werden.

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