Ökologie

Die Natur als Quelle der Gesundheit

Holger Schneider nahm die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Waldpädagogischen Forums mit in die Abteilung „Bewegung"

Foto: Michael May

Holger Schneider nahm die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Waldpädagogischen Forums mit in die Abteilung „Bewegung"

Letmathe.   In der Waldschule MK trafen sich rund 60 Teilnehmer zum 31. Waldpädagogischen Forum der Natur- und Umweltschutzakademie NRW.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Aus ganz Nordrhein-Westfalen waren sie gekommen, sogar aus Xanten, Duisburg und Gummersbach, um beim Waldpädagogischen Forum der Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA) ihr Wissen zu erweitern und Tipps für ihre Arbeit zu bekommen. Die fast 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zum Großteil im umwelt- und waldpädagogischen Bereich beschäftigt, mit dabei sind aber auch Fachleute von Forstbetrieben und Verbraucherverbänden. Alle gemeinsam haben ein großes Ziel vor Augen: junge Menschen wieder für den Wald als Erlebnisraum zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt des aktuellen Forums stand dabei das Thema „Waldpädagogik und Gesundheit“.

Eine bessere Adresse als die Waldschule hier in Letmathe gebe es für diese Art von Fortbildung wohl kaum, sagte Dr. Gertrud Hein von der NUA. Schließlich könne das Team um Waldschulleiter Axel Dohmen auf eine jahrelange Erfahrung im Bereich der Waldpädagogik zurückgreifen. „Und außerdem hat man es hier von der Schule bis in den Wald nicht weit.“

Nach der Theorie ging’s auf kurzem Wege in den Wald

Das erfuhren dann auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, als sie am Mittag zu den vier Stationen der praktischen Übungen – Bewegung, soziales Miteinander, Entspannung und gesunde Ernährung – aufbrachen. Zuvor jedoch hatte Theorie auf dem Stundenplan gestanden. Dabei erläuterte Dr. Gertrud Hein die Möglichkeiten und Erfahrungen im Bezug auf Waldpädagogik als einen Beitrag zur Gesundheitsprävention bei Kindern und Jugendlichen. Michael Koch von der AOK Westfalen-Lippe referierte zudem über das gesunde Schulprojekt „Natürliches Erleben, Lernen im Grünen“, und natürlich wurde auch das Waldschul-Projekt „Let’s Fetz“ vorgestellt, das erst kürzlich in die UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ aufgenommen worden ist.

Was für Kinder von damals noch völlig selbstverständlich war, nämlich das abenteuerliche Spielen in der Natur, muss heute den Kindern im Schulalter erst einmal näher gebracht werden. Denn Kinder und Jugendliche entwickeln sich zunehmend zu „Stubenhockern“, was verstärkt zu gesundheitlichen aber auch zu sozialen Problemen führt. Mittlerweile zeigen Untersuchungen, dass regelmäßige Aufenthalte in der Natur nicht nur die körperliche Beweglichkeit und die Konzentrationsfähigkeit fördern, sondern auch Glücksgefühle wecken und dabei helfen, Stress und Ängsten entgegenzuwirken. Das können auch die Mitarbeiter der Waldschule MK beobachten, die seit ihrer Gründung vor 20 Jahren von mehr als 100 000 jungen und älteren Schülerinnen und Schülern besucht worden ist und heute als bundesweites Vorzeigeprojekt in Sachen Waldpädagogik gilt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik