Jahreshauptversammlung

Dom-Sanierung kostet knapp eine Million Euro

Beinahe alle Augen sind auf den Vorsitzenden Peter Trotier (dritter von links) gerichtet. Seine Weitsicht ist einmal mehr gefordert, damit der Verein die bevorstehenden Herausforderungen meistern kann.

Foto: Oliver Bergmann

Beinahe alle Augen sind auf den Vorsitzenden Peter Trotier (dritter von links) gerichtet. Seine Weitsicht ist einmal mehr gefordert, damit der Verein die bevorstehenden Herausforderungen meistern kann. Foto: Oliver Bergmann

Letmathe.   Die Nachricht des Montagabends überbrachte Pastor Frank D. Niemeier: „Die bevorstehende Innensanierung des Kiliansdoms wird ungefähr eine Million Euro kosten.“ Ein Raunen ging daraufhin durch die 13-köpfige Runde, allesamt Mitglieder des Vereins der Freunde des Kiliansdoms. Grund der Zusammenkunft war die Jahreshauptversammlung, bei der es mal ernst, mal humorvoll, aber stets informativ zur Sache ging.

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Die Nachricht des Montagabends überbrachte Pastor Frank D. Niemeier: „Die bevorstehende Innensanierung des Kiliansdoms wird ungefähr eine Million Euro kosten.“ Ein Raunen ging daraufhin durch die 13-köpfige Runde, allesamt Mitglieder des Vereins der Freunde des Kiliansdoms. Grund der Zusammenkunft war die Jahreshauptversammlung, bei der es mal ernst, mal humorvoll, aber stets informativ zur Sache ging.

Doch was Niemeier im Pfarrheim preisgab, war schon eine Hausnummer, zumal die Kirche nach 40 Jahren „nur“ gründlich gesäubert und frisch gestrichen wird. Um- oder Neubauten stehen eigentlich nicht an. Ein Beichtstuhl könnte wegfallen, damit die Krippe einen geeigneteren Platz einnehmen kann. Außerdem stehen Überholungen der Glockenläutmaschine und der Beleuchtungsanlage sowie die Reinigung der Orgel an. Größter Kostenfaktor dürften die Baugerüste werden, die bis unter das Gewölbe reichen werden – und das über einen längeren, allerdings noch nicht genauer festgelegten Zeitraum. „Unser Plan ist, dass es nach Fronleichnam losgeht. Sicher ist das aber nicht“, sagte Niemeier. Die Diözese Paderborn werde einen erheblichen Teil der Kosten übernehmen, „wir als Gemeinde aber auch“.

Das Thema Geld zog sich wie ein roter Faden durch die Versammlung. Im Jubiläumsjahr 2017, der Dom wurde bekanntlich 100 Jahre zuvor geweiht, konnte der Verein dank zahlreicher Spenden, darunter einige Großspenden, viele Projekte und Anschaffungen finanzieren. Dazu zählen die Konzerte des Märkischen Jugendsinfonieorchesters zum Jahresende und natürlich „Petrus“ und „Paulus“, die neuen Glocken für den lange Zeit verwaisten Dachreiter. Kosten: rund 15 000 Euro. Im Laufe des Jahres ist zudem die letzte Rate der Dachsanierung bezahlt worden. Peter Trotier: „Ich bin ganz baff, dass es uns gelungen ist, zwischen Juli 2014 und 2017 145 000 Euro dafür zu sammeln.“

Kein einziges Neumitglied im großen Jubiläumsjahr

Traurig und besorgt ist der Vorsitzende, weil dem Verein nur noch 85 Mitglieder angehören. 15 Todesfälle habe es innerhalb der vergangenen zwei Jahre gegeben und es nicht so, dass nicht versucht worden ist, dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Das in großer Stückzahl aufgelegte Festprogramm zu den Kirchweihjubiläen – auch die Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt Oestrich wurde im vergangenen Jahr 100 Jahre alt – enthielt auf der letzten Seite ein Beitrittsformular. „Aber die Zahl der dadurch gewonnenen Neu-Mitglieder beträgt genau null.“ Trotier machte aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis. Nach knapp 50 Minuten schloss er die Versammlung wieder.

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