Siedler-Jubiläum

Drei Generationen feiern Nachbarschaft der Kolpingsiedlung

Alfons und Hildegard Gudd und Günter Bitter erinnerten an die Anfänge des ersten Bauabschnittes der Kolpingsiedlung in der Theodor-Hürth-Straße.

Alfons und Hildegard Gudd und Günter Bitter erinnerten an die Anfänge des ersten Bauabschnittes der Kolpingsiedlung in der Theodor-Hürth-Straße.

Foto: Björn Braun

Letmathe.   Die „Ur-Einwohner“ und ihre Angehörigen bekennen sich seit 60 Jahren in der Kolpingsiedlung zum nachbarschaftlichen Miteinander.

„Wir haben hier eine gute Nachbarschaft“, das betonte der Gründervater Günter Bitter beim Jubiläum anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Kolpingsiedlung in Letmathe. Beim ökumenischen Gottesdienst im Festzelt auf der Theodor-Hürth-Straße erinnerten Schwester Berngit und Pfarrer Burckhardt Hölscher an das Vorbild Adolph Kolpings, dessen Geist auch heute noch das Miteinander der Gemeinschaft in der Siedlung bestimmt, in der viele Heimatvertriebene eine neue Heimat fanden.

„Zukunft braucht Erinnerung“, sagte Hölscher. Auch heute sei es Aufgabe der Christen, an der Integration von Migranten mitzuwirken. Christen haben eine Vorbildfunktion. Das gelte auch für Schulgottesdienste.

In den Fürbitten gedachten die Mitwirkenden der Bewohner und früheren Nachbarn. Alfons Gudd (89) und Günter Bitter (91) berichteten von der guten Zusammenarbeit der Siedler, die sich gegenseitig beim Straßen- und Hausbau geholfen haben.“ Bitter war damals auch an den Verhandlungen mit Bauherren, Kirchengemeinde und Stadt beteiligt gewesen: „Wir hatten Glück mit der Aachener Baugesellschaft, dass wir viel in Eigenleistung machen konnten. Dadurch waren die Baukosten nicht so hoch.“ In drei Bauabschnitten sind 65 Häuser und ein Hochhaus entstanden. Die Gemeinschaft sei geblieben. Gudd und Bitter gehörten zu den ersten Häuslebauern aus dem ersten Bauabschnitt, in dem 12 Häuser entstanden waren. Sie genossen das Treffen der Gäste aus drei Generationen. Vom Verein katholischer Siedler gab’s einen Gutschein über 100 Euro. Urkunden werden nachgereicht. Der Liedermacher Werner Kötteritz und Freunde aus dem „Bermuda-Dreieck“ der Schattstraße/Uhlandstraße und der Theodor-Hürth-Straße brachten den Jubilaren noch einige Ständchen mit Gitarrenbegleitung, was der guten Stimmung noch einen draufsetzte. Bis in den frühen Sonntag feierten die Anwohner und ihre Gäste, die von DJ Ecce mit stimmungsvoller Partymusik versorgt wurden. Am Sonntag belohnten sich die Helfer nach dem Aufräumen mit gemeinsamem Grillen. „Wir haben eine gute Resonanz gehabt“, zog Birgit Egbring vom Organisationsteam zufrieden Bilanz.

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