Hospiz

Ehrenamtliche gesucht – „Teresa“ lebt nicht nur von Spenden

Kirsten Schiemann (2. v. re.) ist dankbar für die Spende der Kunden der Letmather Apotheken von Rudolf Lübke.

Kirsten Schiemann (2. v. re.) ist dankbar für die Spende der Kunden der Letmather Apotheken von Rudolf Lübke.

Foto: Michael May / IKZ

Letmathe.  Das Hospiz-Team von „Mutter Teresa“ ist dankbar für die finanzielle Unterstützung der Letmather, braucht aber auch tatkräftige Hilfe.

Die Letmather unterstützen nach wie vor ihr Hospiz „Mutter Teresa“. Zuletzt haben Rudolf und Lina Lübke sowie Sina Ossenberg die gesammelten Spenden ihrer Kunden in der Overweg-, Bären- und Kant-Apotheke überreicht: insgesamt 2200 Euro. „Dass die Leute etwas in unsere Spendenboxen tun, ist definitiv nicht die Ausnahme“, berichtet Rudolf Lübke. Dabei seien Fünf- und Zehn-Euro-Noten keine Seltenheit, auch 50-Euro-Scheine seien dabei.

Die stellvertretende Hospiz-Leiterin Kirsten Schiemann bedankte für die ausdauernde Großzügigkeit der Bürger. Bei aller Wertschätzung, die das Hospiz genieße, bestünden aber auch Vorbehalte und „regelrechte Ängste“, wenn es um die Arbeit geht, die dort von den Haupt- und Ehrenamtlichen im letzten Lebensabschnitt für die Gäste geleistet wird, sagt Kirsten Schiemann.

Freude und Humor kommen nicht zu kurz im Hospiz-Alltag

Sie bemühe sich „intensiv“ darum, diese Vorurteile abzubauen – nicht zuletzt, um weitere Ehrenamtliche zu gewinnen: „Wir haben zur Zeit etwa 20 Damen und Herren im Team, doch wir sind unbedingt auf zusätzliche Kräfte angewiesen. Schließlich arbeiten wir hier sieben Tage in der Woche im Zwei-Schicht-Dienst.“ Die Tätigkeiten seien interessant und erfüllend. Dabei stehe nicht die direkte Pflege der Gäste im Vordergrund, sondern die Bereitschaft zu Gesprächen, zum Zuhören, Vorlesen, zum gemeinsamen Spazierengehen im Hospiz-Garten oder auch zur Vorbereitung und Verteilung der Mahlzeiten. Daneben sei die Betreuung und Hilfestellung für die Angehörigen ebenso ein wichtiger Aspekt.

Auch für kleine Feiern und die Betreuung des Hospiz-Standes bei Stadtfesten werden Freiwillige gebraucht. Ehrenamtliche würden nach Neigung und individueller Bereitschaft behutsam eingesetzt, betont Schiemann. Fortbildungsmaßnahmen, Schulungen und gemeinsame Ausflüge sollen das Wir-Gefühl stärken. „Was viele gar nicht wissen oder nicht wahr haben wollen: Bei uns im Hospiz wird wirklich viel gelacht.“

Es entstünden immer wieder gute Freundschaften, und „wir sind alle zusammen eigentliche eine tolle Truppe“, wirbt die Stellvertreterin für die ehrenamtliche Mitarbeit in „ihrem“ Hospiz. Wer Interesse an einer Aufgabe im Ehrenamt hat, sollte im Hospiz einen ersten Gesprächstermin vereinbaren unter 02374/9219710.

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