Dröschede

Eine Aufwertung der Dorfmitte

Zum neuen Festplatz in Dröschede gehört auch eine Bankgruppe.

Zum neuen Festplatz in Dröschede gehört auch eine Bankgruppe.

Foto: Stefan Drees

Dröschede.   Der neue Festplatz in Dröschede soll ein wichtiger Treffpunkt werden.

Der neue Festplatz in Dröschede an der Kampstraße ist nun auch ganz offiziell an die Dröscheder übergeben worden. Und pünktlich dazu gab es am Montagmorgen auch reichlich Weihwasser von oben. Die wassergebundene Decke rund um den Maibaum hat dabei die erste Bewährungsprobe gut überstanden. Hannelore Fleischer vom Förderverein Dröschede sprach davon, „dass die Dorfmitte aufgewertet wird“. Der neue Platz sei besonders gut gelungen. Sie hoffe, „dass wir dort viele schöne Stunden haben und der Platz ein wichtiger Treffpunkt wird.“

Würdige Lösung für die Gedenktafeln

Und jenseits des Fußweges gibt es ja auch noch eine „Dependance“, die die Dröscheder besonders mit Stolz erfüllt. Dort gibt es einen weiteren kleinen Platz mit Sitzgelegenheit und mit den historischen Tafeln der Gefallenen der beiden Weltkriege als Mittelpunkt. Die stammen noch vom früheren Ehrenmal, dass aber schon seit vielen Jahren aus dem Ortsbild verschwunden war. Wolfgang Helmering hatte die alten Tafeln im Naherholungsgebiet ausfindig gemacht. Fleischer dankte dem Steinmetzbetrieb Peter Steffens für die gelungene Gestaltung. Die alten Tafeln sind nun in neue Steinstelen eingefasst – eine würdige Lösung. Außerdem wurden andere alte Gedenksteine neu gruppiert.

Wolfgang Ströter, Vorsitzender von TuS 06 Dröschede, befand, dass alles „Ruckzuck“ gegangen sei. Von der ersten Idee, die auf Anregungen der Ortsvereine und der Gewerbetreibenden fußte, bis zur Fertigstellung seien gerade mal zwei Jahre vergangen. Ein CDU-Antrag hatte den Stein dann endgültig ins Rollen gebracht. Das Ergebnis sei „wunderbar“, sagte Ströter. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, auch bei Koch Gartendesign, mit der Gestaltung des Platzes betraut. Grundlage war ein Konzept, dass im April letzten Jahres in einer Mitgliederversammlung des Heimatvereins „Dorf Dröschede e.V.“ vorgestellt und im Juni vom Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung einstimmig beschlossen worden war.

Die Arbeiten für den Festplatz starteten im Februar, seit Mitte Mai ist er komplett fertig. Für den zentralen Festplatz wurde eine wassergebundene Decke um den vorhandenen Maibaum hergestellt und im Bereich der dort vorhandenen Gehölze ein Sitzbereich aus Naturpflaster mit drei Bänken und einem Papierkorb angelegt. Als Hintergrund erfolgte eine repräsentative Neubepflanzung. Der Zugang von der Kampstraße wird durch einen gepflasterten, behindertengerechten Weg mit herausnehmbaren Pollern ermöglicht. Die vorhandenen Zäune wurden erneuert und zur angrenzenden Wohnbebauung eine Schnitthecke gepflanzt. Außerdem wurden einige Beete neu angelegt oder durch Bepflanzung ergänzt.

Mit Pavillon-Ersatz gibt es noch ein weiteres Projekt

Zur Dependance: Dort wurde eine Rasenfläche entlang des Fußweges umgestaltet. Der Bereich um die Gedenksteine wurde mit vielen blühenden Pflanzen neu gestaltet und ist durch einen neu angelegten Weg ganzjährig erreichbar. Zusätzlich wurden eine Bank, ein Papierkorb und eine Entsorgungsstation für Hundekot aufgestellt. Die Fußwegeverbindung zwischen Kampstraße und der Straße Im Hütten bekam teilweise eine neue Randeinfassung und einen komplett neuen Belag.

Ein weiteres wichtiges Anliegen war ein wegebegleitendes Beleuchtungskonzept. Dieses wurde durch die Stadtwerke realisiert. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme liegen ohne Beleuchtung bei rund 100 000 Euro.

Manchmal, so Stadtbaurat Thorsten Grote, werde viel Geld und viel Mühe investiert, am Ende würden die damit verbundenen Hoffnungen aber nicht erfüllt. „Beim Festplatz in Dröschede wird das aber nicht so sein“, sagte Thorsten Grote.

Zum Abschluss der offiziellen Eröffnung erinnerte Hannelore Fleischer daran, dass die Dröscheder ja noch ein weiteres Projekt hätten – einen Ersatz für den abgängigen Pavillon als wichtige Versammlungsstätte in Dröschede. Und man konnte durchaus den Eindruck gewinnen, dass es nicht nur eine Erinnerung war, sondern vielmehr eine Aufforderung, auch hier in die „Pötte“ zu kommen.

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