Bauprojekt

Eine Million mehr für Lasbecker Brücke nach Meldefehler

Nachdem eine Behelfsbrücke in Lasbeck installiert wurde, soll bis 2022 neu gebaut werden.

Nachdem eine Behelfsbrücke in Lasbeck installiert wurde, soll bis 2022 neu gebaut werden.

Foto: Michael May

Lasbeck.  Kurios: Die Gesamtkosten für das Projekt steigen dadurch aber nicht. Die Stadt spricht von einem Versehen

Eine doch recht kuriose Angelegenheit erwartet die Mitglieder des Finanzausschusses am 12. Februar. Dann nämlich soll über das bereits angelaufene Neubauprojekt Lasbecker Brücke beraten werden. Vorgeschlagen wird in der Drucksache, zusätzlich eine Million Euro in den Haushalt einzustellen – anderenfalls würden die Arbeiten zum Erliegen kommen.

Zur Begründung heißt es: „Die aktuelle Kostenschätzung ergibt Gesamtkosten für die Maßnahme von 3,5 Millionen Euro. Bisher wurden haushaltsmäßig insgesamt 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der daraus resultierende Fehlbetrag in Höhe von einer Million ist nun überplanmäßig bereitzustellen, um das Vorhaben realisieren zu können.“

Kurios ist dies vor allem, weil das Projekt als Ganzes durch die eine Million zusätzlich nicht teurer wird, lediglich der Betrag falsch in den Haushalt eingerechnet wurde, wie eine Nachfrage bei der Stadt ergibt. „Es gab einen Fehler bei der Anmeldung der Mittel“, sagt Pressesprecherin Christine Schulte-Hofmann, die von einem Versehen spricht, das nun gerade gerückt werden müsse.

Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt Iserlohn 2020 dürfte die Nachricht zur Unzeit kommen. Wie berichtet, war zuletzt bekannt geworden, dass der geplante Lückenschluss für 1110 Haushalte beim Thema Breitband-Ausbau die Stadt ebenfalls eine Million extra kosten würde, wenn denn die Gremien noch zustimmen.

Um den laufenden Haushalt nun nicht zusätzlich zu belasten, schlägt die Verwaltung in der Drucksache vor, den Betrag aus eingeplanten Haushaltsmitteln für das „Areal Seilersee“ zu entnehmen, für das fünf Millionen Euro veranschlagt sind. „Nach jetzigem Kenntnisstand ist eine Kürzung der (...) Mittel in Höhe von einer Million (...) möglich, da die Projektentwicklung für das Jahr 2020 noch keine größeren kostenintensiven Maßnahmen vorsieht“, heißt es zur Begründung. Sprich, im laufenden Jahr soll hier im Wesentlichen nur geplant werden.

Die Zeit für den Entscheid zur Lasbecker Brücke drängt: Die weiteren Ausschreibungen, die in Abhängigkeit von bereits fixen Sperrpausen der Bahnstrecke nicht verschoben werden können, sind zwingend erforderlich. Abzüglich der Kosten-Beteiligung der Bahn und Fördergeldern wird von einem städtischen Eigenanteil von 700.000 bis einer Million Euro ausgegangen.

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