Fassadenprogramm und Dorfplatzgestaltung

Eine Stärkung des Oestricher Herzens

Der Dorfplatz in Oestrich: Im Vordergrund ist der Spielplatz zu sehen, im Hintergrund die Kirche, vor der sich der eigentliche Platz befindet.

Der Dorfplatz in Oestrich: Im Vordergrund ist der Spielplatz zu sehen, im Hintergrund die Kirche, vor der sich der eigentliche Platz befindet.

Foto: Michael May

Oestrich.   Das Fassadenprogramm ist angelaufen, die Entwurfsplanung für neuen Dorfplatz ist in Arbeit.

Im Jahr 2020 kann Oestrich sein 800-jähriges Bestehen feiern. Und bis dahin soll sich ja bekanntlich noch einiges tun, vor allem im historischen Ortskern. Baudezernent Thorsten Grote, der Abteilungsleiter Stadtentwicklung, Stefan Baumann, und Stadtplanerin Britta Marscheider informierten gestern im Iserlohner Rathaus über den neuesten Stand in Sachen Fassadenprogramm und Umgestaltung des Herbert-Nolte-Platzes (Dorfplatz).

Zuwendungsbescheidüber 200.000 Euro

Beim Fassadenprogramm geht es nun in die ganz heiße Phase, denn hier sind bereits ab dem 1. November Bewerbungen möglich. Es liegt auch ein Zuwendungsbescheid vor, insgesamt 200.000 Euro stehen bis zum Jahr 2021 zur Verfügung. Übergeordnetes Ziel ist es, baukulturell wertvolle Substanz zu sichern, deshalb ist das Programm auch auf den historischen Ortskern beschränkt. Neben der reinen Fassadensanierung kann unter Umständen auch der Austausch von Fenstern gefördert werden. Gegenstand können auch die Freiflächen vor den Häusern – beispielsweise mit historischen Grundstücksmauern – sein, wie Stefan Baumann berichtet. Die Förderquote beträgt 50 Prozent. Hausbesitzer können sich bewerben. Da, wo man einen gewissen Handlungsbedarf erkenne, so Thorsten Grote, sollen Eigentümer auch gezielt angesprochen werden.

Interessierte, neben Eigentümern können das auch Erbbauberechtigte oder Mieter mit entsprechender Einverständniserklärung des Eigentümers sein, können sich auf der städtischen Homepage www.iserlohn.de über alle Details informieren. Dort finden sich unter anderem ein Lageplan, um erkennen zu können, ob man sich mit seinem Haus innerhalb des Fördergebietes befindet, Formulare oder auch die Vergaberichtlinien. Beispielsweise darf eine Maßnahme noch nicht begonnen worden sein, außerdem müssen mindestens drei vergleichbare Angebote von Handwerkern vorgelegt werden. Im Vorfeld gibt es auch einen Ortstermin mit der Verwaltung.

Der Ortsring ist ein verlässlicher Partner

Zur grundlegenden Sanierung und Umgestaltung des Dorfplatzes: Aktuell ist hier ein externes Planungsbüro damit befasst, die Ergebnisse der Planungswerkstatt in entsprechende Entwürfe umzusetzen. Parallel läuft in diesen Tagen eine Erfassung der Verkehrsströme in dem Bereich. Ziel ist es dann, noch in diesem Jahr auf Basis der Entwurfsplanung, die auch den Oestrichern vorgestellt werden soll, einen Förderantrag zu stellen. 2019 sollte dann im Idealfall ein Förderbescheid ergehen, so dass mit den Arbeiten begonnen werden kann. Wunsch ist es dabei, bis zum Jubiläum 2020 fertig zu sein. Thorsten Grote kann das aber nicht versprechen, jedenfalls sollen die Arbeiten nicht soweit ins Jahr 2020 hinein gehen, dass mögliche Jubiläumsfeierlichkeiten beeinträchtigt werden. Stefan Baumann lobte in diesem Zusammenhang auch die gute Zusammenarbeit mit dem Ortsring Oestrich. Der sei eine starke Gemeinschaft, da könne man immer auf Rückhalt zählen. Neue Oberflächenbeläge, ein Spielplatz, weitere Gestaltungselemente (Wasser und mehr) und möglicherweise auch eine modifizierte Verkehrsführung – all das soll in den Sanierungsplänen für den Dorfplatz Berücksichtigung finden.

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