Polizei

„Falsche“ Polizisten

Symbolbild

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Foto: Michael May / IKZ Michael May

Letmathe.   Die Polizei warnt eindringlich vor Betrügern.

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„Heben Sie Ihr Geld von der Bank ab. Das ist da nicht mehr sicher!“, bearbeitete am Montagmorgen ein falscher Polizist am Telefon eine 52-jährige Letmatherin. Angeblich würden Bank-Mitarbeiter Geld unterschlagen. Um das zu verhindern, sollte die Letmatherin ihr Geld abheben und zunächst für kurze Zeit zu Hause deponieren. Es werde dann von der Polizei abgeholt.

Der Anrufer wirkte so überzeugend, dass die Frau die Lügengeschichte laut Polizeibericht glaubte und tatsächlich zu ihrer Bank marschierte. Dort konfrontierte sie allerdings die Mitarbeiter mit den Unterschlagungs-Vorwürfen. Die Banker rieten ihr, zur (echten) Polizei zu gehen. Dem Rat folgte die Frau postwendend. Ihre Anzeige reihte sich damit ein in etwa ein halbes Dutzend Anzeigen aus Iserlohn gegen falsche Polizeibeamte wegen versuchten Betruges nur an diesem Montag. Darunter waren auch die Eltern der Letmatherin. Es handelt sich überwiegend um ältere Menschen. Die Schilderung zeigt, wie überzeugend die Täter agieren. Auch in diesem Fall kannte sich der Täter vor Ort aus – obwohl die Anrufe bei dieser Betrugsmasche meist aus ausländischen Callcentern kommen. Sie erzählen meist leicht variierende Lügengeschichten über festgenommene Ganoven und fragen ihre Opfer dann geschickt über ihr Vermögen aus.

Die Polizei warnt immer wieder davor, sich überhaupt auf solche Anrufe einzulassen. Wer sicher gehen will, ob nicht vielleicht doch die echte Polizei am Telefon ist, der kann den Anrufer zurückrufen. Dabei sollte man allerdings die richtige Nummer per Hand ins Telefon eintippen – in Letmathe beispielsweise die 5029-0, im Rest von Iserlohn die 9199-0. Keinesfalls nimmt die Polizei Geld oder Wertgegenstände zur sicheren Verwahrung an.

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