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Fassadenprogramm für Oestrich trägt erste Früchte

Britta Marscheider (v.li.), Heinz und Brigitte Burgmann, Thorsten Grote sowie Hadil und Ralf Mark vor der renovierten Fassade.

Britta Marscheider (v.li.), Heinz und Brigitte Burgmann, Thorsten Grote sowie Hadil und Ralf Mark vor der renovierten Fassade.

Foto: Michael May / IKZ

Oestrich.  Am Heimbergweg ist das erste Gebäude mit Hilfe von Fördermitteln für den historischen Ortskern Oestrich fertig renoviert.

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Das Fachwerkhaus am Heimbergweg 2-4 scheint zu strahlen, so frisch sind die Gefache zwischen den Balken geweißt. Hier wohnen zwei Oestricher Paare: Hadil und Ralf Mark sowie Brigitte und Heinz Burgmann. Die vier sind in bester Laune, als sie den Besuch aus dem Rathaus empfangen: Stadtbaurat Thorsten Grote und Britta Marscheider aus dem Planungsressort – zuständig für das Fassadenprogramm Oestrich, von dem die Marks und die Burgmanns als erste profitiert haben.

Was nicht rechtzeitig erhaltenwird, geht für immer verloren

Das Baugerüst steht noch, am Sockel gibt es noch ein wenig zu tun, aber im Wesentlichen ist die Arbeit getan. Das frühere Bauernhaus, Baujahr 1825, ist rundum frisch renoviert worden. Die Hälfte der Kosten sind mit Fördermitteln finanziert worden, die Bund, Land und die Stadt Iserlohn zuschießen. „Dafür gibt es gute Gründe“, betont Grote. Der historische Ortskern Oestrich sei so unberührt, dass sich auch dem Laien sofort erschließe, wo dessen Grenzen verlaufen: „Das ist erhaltenswert und lässt sich nicht rekonstruieren, wenn es erst mal weg ist, deshalb müssen wir rechtzeitig handeln. Oestrich ist ein ganz besonderes Kleinod.“

Unter Denkmalschutz steht das Gebäude nicht. „Das ist keine zwingende Voraussetzung für die Förderung“, erklärt Britta Marscheider, über den Zuschlag werde anhand eines Kriterienkatalogs entschieden. Ortsbildprägend müsse die Immobilie sein, von der historischen Bausubstanz noch etwas übrig. Nur der von der Straße einsehbare Teil der Fassade ist förderungswürdig – die Marks und die Burgmanns haben Glück: das ist hier rundum der Fall.

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