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Finanzloch durch Regeländerung

Heike Fock ist mit ihrem achtjährigen Mischling Pepe beim Agility-Turnier angetreten. Unter anderem musste der kleine Hund eine Riesenwippe bewältigen.

Heike Fock ist mit ihrem achtjährigen Mischling Pepe beim Agility-Turnier angetreten. Unter anderem musste der kleine Hund eine Riesenwippe bewältigen.

Foto: Jennifer Katz

Oestrich.   Der MV Oestrich muss neue Geräte für Wettkämpfe anschaffen.

Etwa 60 Mensch-Hunde-Teams sind beim Agility-Turnier des MV Oestrich am Leckerhorstweg an den Start gegangen. Bianka Ruschenburg, Ausbildungswartin für Agility, sagt: „Wir haben uns dazu entschieden, dass sich diesmal alles um die Kartoffel drehen wird.“

Der Grund dafür, ein Turnier erstmalig unter ein Motto zu stellen, ist einfach. „Man muss hervorstechen, gerade heute sind gleich mehrere Turniere.“ Und so gab es nicht Speisen rund um die Knolle, sondern auch Richterpräsente und für die Sieger den „Kartoffel-Cup“. Mit seinen etwa 70 Mitgliedern gehört der MV Oestrich nicht unbedingt zu den größten Vereinen seiner Art, so dass die Verantwortlichen regelmäßig „trommeln“ müssen, um auf Veranstaltungen aufmerksam zu machen und gleichzeitig auch noch Geld damit zu verdienen.

Drittes Turnier „eingeschoben“

„Wir veranstalten sonst im März in Kalthof und im September auf unserem Platz Turniere, in diesem Jahr mussten wir noch ein weiteres ,einschieben’“, erzählt Bianka Ruschenburg. Denn eine Regelwerksänderung mache neue Geräte für den Parcours, der insgesamt etwa 10 000 Euro kostet, erforderlich. Mit mehr als 150 Startern rechnen die Veranstalter beim Wettbewerb, der am Samstag, 17. November, um 9 Uhr in der Reithalle des LRV Kalthof beginnt. Hunde- und Pferdefreunde pflegen schon länger engeren Kontakt, helfen sich gegenseitig. Nur durch die Beiträge der Mitglieder sei ein neuer Parcours für den Verein nicht zu stemmen.

In vier Klassen sind die Halter und ihre Tiere am vergangenen Sonntag an den Start gegangen. Im A-Lauf waren von den Vierbeinern unter anderem eine Wippe, eine Wand und eine Diele zu bewältigen. Mit mindestens einer Pfote muss ein markierter Bereich berührt werden, um Punkte einzuheimsen. Und dies natürlich in möglichst kurzer Zeit.

Die weiteste Anreise hatten Teilnehmer aus der Nähe von Stuttgart. Die jüngste Teilnehmerin beim „Kartoffel-Cup“ war die siebenjährige Mina Titt, die kürzlich von ihrer Familie eigens einen Jack-Russell-Terrier bekommen hatte, um bei Turnieren antreten zu können. Am Sonntag war Milli aber noch nicht im Einsatz, die Hündin muss erst mit ihrem kleinen Frauchen trainieren.

Die Platzierungen mit vollen Namen der Halter wollten die Verantwortlichen des Vereins mit Blick auf die Datenschutzgrundverordnung nicht kundtun.

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