Letmathe.

Flickenteppich bedarf Frischzellenkur

Die „Schul-Tour“ der CDU vor Ort auf dem Hof der Saatschule: Schulleiterin Mariele Rupieper (re.) erklärt der Gruppe um Karsten Meininghaus (4. v. li.)

Die „Schul-Tour“ der CDU vor Ort auf dem Hof der Saatschule: Schulleiterin Mariele Rupieper (re.) erklärt der Gruppe um Karsten Meininghaus (4. v. li.)

Foto: Michael May

Letmathe.   Die „Schul-Tour“ der CDU Letmathe macht Stopp an der Saatschule.

Lage, Lage, Lage: Man kann nicht behaupten, dass die Planer der 1952 noch als Volksschule auf den Weg gebrachten späteren Saatschule ein schlechtes Händchen bei der Wahl des Standortes bewiesen hätten. Eingebettet zwischen Hügeln und Bachlauf, ganz im Grünen gelegen, im Winter hat man gar eine „eigene“ Schlittenpiste vor der Haustür – und über ein eigenes Hallenbad und eine Turnhalle verfügen in Letmathe und Iserlohn bekanntermaßen auch längst nicht alle Schulen.

Natürlich hat aber auch die Saatschule, die nach der Einweihung 1954 mehrfach erweitert wurde, ihre „Baustellen“, oder zumindest kleine Defizite, an denen Verbesserungen nötig wären. Und von eben jenen wollte sich nun die CDU-Ortsunion Letmathe selber ein Bild am Saatweg machen – als dritte Station auf ihrer „Schul-Tour“ nach der Brabeckschule und der Hauptschule.

Für den stellvertretenden Bürgermeister Karsten Meininghaus war es eine Rückkehr zu den Wurzeln, hatte er doch einst selbst die Saatschule besucht („Ich habe mich hier immer wohl gefühlt“). Schulleiterin Mariele Rupieper und Konrektorin Andrea Offermann führten die CDU-Delegation über das Gelände und durch die verschiedenen Gebäude.

Der erste verbesserungswürdige Punkt fiel den Besuchern dabei gleich zu Beginn ins Auge: der Schulhof, genauer gesagt die Asphaltierung. „Das hatten wir im letzten Schuljahr beantragt“, sagte die Schulleiterin. „Das Ergebnis, einen Flickenteppich, hatten wir uns aber so nicht vorgestellt.“

Und in der Tat – der Schulhofbelag erinnert derzeit qualitativ dann doch mehr an eine viel befahrene Straße denn an eine Spielfläche. Auch die Bodenspiele – Hinkelkästen und ähnliches – müssten dringend nachgezogen werden. Farbe ist vorhanden, Eltern zur Hilfe stehen bereit. Bevor aber nicht alles instand gebracht ist, will man nicht so recht beginnen.

Am Engagement der Eltern und Schüler, das zeigte dann auch die weitere Führung, scheint es an der Saatschule indes grundsätzlich nicht zu mangeln. Die Rutsche wurde über einen Sponsorenlauf finanziert, ein Basketballkorb auf Wunsch des Kinderparlaments mit Hilfe der Stadt errichtet. „Er ist ein tolles Symbol für die Kultur der Demokratie in unserer Schule“, freut sich Mariele Rupieper noch heute. Angesichts ihres offensichtlichen Enthusiasmus für die Arbeit und „ihre“ Schule ist es schwer sich vorzustellen, dass die Schulleiterin und Fachlehrerin nach 18 Jahren am Saatweg im Sommer aus dem Amt scheiden wird.

Wachsender OGS-Bedarf sorgt für Platznot

Ein weiterer Wunsch von ihr und Andrea Offermann ist eine Verdunklungsmöglichkeit für die Turnhalle, in die durch eine große Fensterfront die Sonne ungehindert scheinen kann. Die Halle wird mangels Alternative gleichzeitig als Aula benutzt. „Das ist bei Veranstaltungen nicht optimal“, sagte Mariele Rupieper. Aktuell plane man ein Musical mit Kindern, und Projektionen und Ähnliches gingen ohne Verdunklung eben optisch unter.

Eine weitere Hoffnung an der Schule ist es, irgendwann durch Anhebung des Daches im Altbau Raum zu gewinnen. Nicht zuletzt der wachsende OGS-Bedarf, 100 der 194 Kinder nutzen das Angebot, sorgt für aufkommende Platznot – zumal laut Schulentwicklungsplanung ab dem kommenden Schuljahr die Bildung einer dritten Eingangsklasse möglich wäre. Kars­ten Meininghaus versprach, sich für die Anliegen der Saatschule stark machen zu wollen.

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