Breitbandausbau

Fördermittel machen Gratis-Glasfaser-Anschluss möglich

Telemark-Geschäftsführer Andreas Griehl informierte die mehr als 200 Interessierten über die aktuellen Planungen für den Anschluss ans Glasfaser-Netz, mit dem im zweiten Quartal begonnen werden soll.

Telemark-Geschäftsführer Andreas Griehl informierte die mehr als 200 Interessierten über die aktuellen Planungen für den Anschluss ans Glasfaser-Netz, mit dem im zweiten Quartal begonnen werden soll.

Foto: Torsten Lehmann / IKZ

Stübbeken.  Bei der Bürgerversammlung in der sehr gut gefüllten Dorfhalle Stübbeken werden die vertraglichen Voraussetzungen erläutert.

Sehr groß war am Mittwochabend das Interesse an der Bürgerversammlung der Stadt zum Breitbandausbau in den Bereichen Stübbeken und Grürmannsheide. Mehr als 200 Anwohner kamen in die Dorfhalle, um sich über die aktuellen Planungen zu informieren. Und die ersten haben auch bereits vor Ort den Grundstücknutzungsvertrag unterzeichnet, der die Voraussetzung für einen Anschluss ist.

Vor vier Jahren hatte gerade einmal die Hälfte der 40 Prozent der betroffenen Haushalte, die für einen wirtschaftlich vertretbaren Start des Ausbaus nötig gewesen wären, ihr Interesse daran schriftlich bekundet. „Auf eine solche Mindestzahl sind wir dank der staatlichen Fördermittel nicht mehr angewiesen“, unterstrich Andreas Griehl, Geschäftsführer der Telemark. Das Tochterunternehmen der Stadtwerke Iserlohn, Menden und Lüdenscheid ist bekanntlich nach der erfolgreichen europaweiten Ausschreibung dafür zuständig, für 1,9 Millionen Euro bis zu 500 Haushalte in Letmathe und Iserlohn sowie für weitere 4,4 Millionen Euro bis zu knapp 1200 Haushalte in ländlichen Gebieten in Menden ans Glasfasernetz anzuschließen.

„Beste Bauvoraussetzungen“ dank vieler Leerrohre

Dass es außer auf der Grürmannsheide auch im Stübbeken im zweiten Quartal als erstes losgehe (und bis Jahresende die Arbeiten abgeschlossen sein sollen), liege an den „besten Bauvoraussetzungen“, wie Griehl erläuterte. So hätten die Stadtwerke bei Tiefbauarbeiten vor einigen Jahren viele Leerrohre verlegt, so dass die Straßen nun nicht erneut aufgerissen werden müssten. Und auch die Vorgärten bleiben in der Regel unbeschadet: „In 99 Prozent der Fälle wird die Leitung unterirdisch mit einer Bohrrakete oder eben durch Nutzung vorhandener Schutzrohre auf den Grundstücken verlegt“, erklärte der mit dem Vertrieb beauftragte Heinrich Altmiks. Wer nun bis zum 28. März den Grundstücknutzungsvertrag unterzeichnet und bis dahin bzw. dann innerhalb der nächsten acht Wochen einen 24-Monats-Vertrag (der aber erst mit dem Auslaufen des aktuellen eigenen Vertrages startet) mit einem der drei kooperierenden Internet-Provider abschließt, bekommt den Anschluss gratis. Ansonsten kostet er 950 Euro (bei Beauftragung ab dem 29. März 980 Euro), und zwar egal wie weit das Haus von der Straße entfernt ist. Auch ab 2021 kann man sich noch anschließen lassen: „Dann müssen wir aber den tatsächlichen Aufwand berechnen“, erklärte Griehl auf eine der zahlreichen Nachfragen aus dem Publikum. Interessant für Mehrfamilienhäuser: Nur eine Partei muss den Vertrag abschließen, profitieren von der Datenübertragungsrate von mindestens 100 und bis zu 1000 MBit/s können auch alle anderen.

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