Glaube

„Freude den Bleibenden“

Pastor Emmanuel Boango und seine Frau Nicole wurden von Pfarrer Burckhardt Hölscher begrüßt.

Pastor Emmanuel Boango und seine Frau Nicole wurden von Pfarrer Burckhardt Hölscher begrüßt.

Foto: Annabell Jatzke

Letmathe.  Beim Neujahrsempfang hat sich die evangelische Kirchengemeinde Letmathe bei mehr als 100 Ehrenamtlichen bedankt.

Wertschätzung gerade im Ehrenamt ist von großer Bedeutung. Dieser Tatsache ist sich auch die evangelische Kirchengemeinde Letmathe bewusst. Seit Jahren schon werden die Mitarbeiter der Gemeinde daher zum Neujahrsempfang eingeladen, einerseits, um ihnen zu danken, andererseits um einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu halten und einen Ausblick auf das aktuelle zu geben. Auch wenn 2020 nun schon einen Monat alt ist, kamen die Mitarbeiter am Donnerstagabend zunächst zum Gottesdienst in der Friedenskirche zusammen. Diesen gestalteten Pfarrer Burckhardt Hölscher und Pfarrerin Birgitt Johanning passend zur Jahreslosung „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“.

Der Saal im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus platzte beim anschließenden Empfang wahrlich aus allen Nähten. Mehr als 100 Mitarbeiter hatten sich angemeldet. Pfarrer Burckhardt Hölscher begrüßte die anwesenden Gäste. „Ich hoffe, wir haben im Gottesdienst Frieden gefunden und finden jetzt hier beim Empfang Freude“, so Hölscher, der sich damit auf die Inschrift am Eingang der Gemeindehaustür, die da lautet „Friede den Kommenden; Freude den Bleibenden; Segen den Scheidenden“, bezog.

Als „Kommende“ begrüßte Hölscher Wolfgang Jäger, den neuen Mitarbeiter im Bereich Gartenpflege, FSJler Jan Märtins sowie die neue Kindergartenleiterin Heike Simon und drei neue „Kindergartengesichter“. Aber auch Werner Kötteritz, dem einstigen Kindergartenleiter, galt ein besonderer Gruß. Mit einem Schmunzeln betitelte Hölscher Helmut Lindenberg als „Mitarbeiter des Jahres“ und dankte ihm inständig für seinen Einsatz beim Umbau im Gemeindehaus. Als „Scheidende“ bezeichnete Hölscher Kirchenmusikerin Annika Eisenberg, die die Gemeinde im April Richtung Hüsten verlassen wird.

Familie Boango aus dem Kongo begrüßt

Ein herzliches Willkommen galt Pastor Emmanuel Boango, seiner Frau Nicole und den Söhnen Sedon, Surpradi und Mercis aus dem Kongo. Boango ist mit seiner Familie auf Einladung der Vereinten Evangelischen Mission als ökumenischer Mitarbeiter nach Letmathe gekommen. Nach Ablegen der Sprachprüfung wird der Pastor aus der Partnergemeinde zu 40 Prozent in der evangelischen Kirchengemeinde Letmathe mitarbeiten.

Aufgenommen in die Gemeinschaft sind die Boangos schon gut. Der Mirjam-Chor unter Leitung von Wally Jung, der für die Untermalung des Neujahrsempfang zuständig war, präsentierte auch afrikanische Lieder und rief so bei den Boangos ein Heimatgefühl hervor.

Während des Essens wurden den Mitarbeitern bei einer Power-Point-Präsentation anhand von Presseartikeln die Aktivitäten in 2019 in Erinnerung gerufen. Außerdem gab es einen bebilderten Rückblick auf die Freundschaftstour mit Fahrrädern Ende August ins polnische Jawor, wo die Friedenskirche, die zum Weltkulturerbe zählt, besucht wurde.

Nicht fehlen durfte gewiss auch ein Ausblick. Am 22. März erfolgt um 10.15 Uhr in der Friedenskirche die Einführung des neuen Presbyteriums, was sich deutlich verjüngt. Des Weiteren werden an diesem Tag die scheidenden Presbyter und Kirchenmusikerin Annika Eisenberg verabschiedet.

Große Schatten wirft in Letmathe auch der Abschied von Pfarrer Burckhardt Hölscher voraus. Die anstehende Pfarrwahl kommt so langsam ins Rollen, es wurde eine Stellenausschreibung formuliert, die nunmehr veröffentlicht werden soll. Danach haben interessierte Pfarrer die Gelegenheit, bis 19. April ihre Bewerbung einzureichen. Anschließend erfolgt das Auswahlverfahren, unter anderem mit Probepredigt. Am 21. Juni wird um 10.15 Uhr Pfarrer Hölscher in der Friedenskirche verabschiedet.

Großtagespflege wird eingerichtet

Erfreuliches gab es auch bezüglich des Kindergartens zu berichten. Da der Bedarf groß ist, erfolgt zum Kindergartenjahr 2020/21 die Einrichtung einer Großtagespflege, die mehr Kinder aufnehmen kann. Die Zukunft der Kapelle in Stübbeken soll im Rahmen der „Quartiersentwicklung“, die von EU-Mitteln gefördert wird, vorangetrieben werden. Neuigkeiten gab es vom Presbyterium, das aufgrund der zahlreichen gemeindediakonischen Aktivitäten die Gründung eines „Vereins für Diakonie und Gemeindearbeit der evangelischen Kirchengemeinde Letmathe“ in Betracht zieht.

Auch wenn Pfarrer Burckhardt Hölscher verabschiedet wird, hat er noch Wünsche und Anregungen für die Zukunft. Für 2021 wäre seines Erachtens wieder ein Tauffest an der Lenne schön. Auch ein Gemeindefest sollte mal wieder stattfinden.

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