Feuerwehr

Gas an Hagener Straße ausgetreten, Bewohner evakuiert

Als Ursache vermutet die Feuerwehr undichte Propangasflaschen, die ein Anwohner in seinem Haus gelagert hatte. (Symbolbild)

Als Ursache vermutet die Feuerwehr undichte Propangasflaschen, die ein Anwohner in seinem Haus gelagert hatte. (Symbolbild)

Foto: Carsten Rehder / dpa

Letmathe.  Wegen ausgetretenen Gases an der Hagener Straße räumte die Feuerwehr am Samstagabend drei Gebäude in der Letmather Innenstadt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Aufregung in der Letmather Innenstadt: Am Samstagabend war die Feuerwehr an der Hagener Straße mit insgesamt 38 Kräften im Einsatz, nachdem kurz nach 21 Uhr ein Notruf mit dem Hinweis auf Gasgeruch eingegangen war. Als die erste Einheit eintraf, standen bereits Personen auf der Straße, berichtet ein Sprecher. Vor Ort gab es die Bestätigung: Der Geruch des beigesetzten Warnstoffs war wahrnehmbar und Messgeräte der Feuerwehr bestätigten die Propangaskonzentration in der Luft, ebenso die ebenfalls hinzugezogenen Experten der Stadtwerke.

Daraufhin forderte die Feuerwehr Verstärkung an, um für den schlimmsten Fall einer Explosion gewappnet zu sein. Das betroffene Gebäude, ein zweistöckiges Wohn- und Geschäftshaus, wurde ebenso evakuiert wie die beiden unmittelbar benachbarten. Die Gaszuleitung wurde abgedreht, die Fachleute waren sich aber schnell sicher, ein Leck in der städtischen Leitung ausschließen zu können. Als wahrscheinliche Ursache gelten Propangasflaschen, die ein Anwohner in seinem Haus lagerte und von denen wohl mindestens eine undicht geworden war. Die fraglichen Kartuschen seien für den Campingbedarf frei verkäuflich und könnten legal auf diese Weise aufbewahrt werden, kommentierte der Feuerwehrsprecher auf Nachfrage.

Gas aus Campingkartuschen sinkt nach unten

Die Einsatzkräfte arbeiteten unter Atemschutz und richteten den Blick vor allem nach unten – aus einem bestimmten Grund: Das Gasgemisch in solchen Kartuschen sei ein anderes als das in den städtischen Gasleitungen, erläuterte der Sprecher. Demnach ist das spezifische Gewicht des Gemischs in den Leitungen geringer als das der Atemluft und steige daher auf, die Variante in den Campingkartuschen hingegen sei schwerer und sinke daher hinab.

Da es sich auf diese Weise in der Kanalisation und Abläufen sammeln könne, pusteten die Einsatzkräfte diese besonders sorgfältig frei. Dass die Propangaskonzentration in der Luft dadurch ausreichend verdünnt wurde, bestätigten anschließend die Messgeräte. Keiner der Anwohner, die bis zum Ende des Einsatzes um 23.18 Uhr im Freien warteten, musste medizinisch versorgt werden.

Auf die leichte Schulter nehmen dürfe man Gasgeruch keineswegs: „Wenn man den Warnstoff riecht, ist das schon eine gefährliche Konzentration.“ Daher sollten in jedem Fall der Notruf getätigt und Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden: Flammen und Strom abdrehen, Fenster öffnen und das Gebäude verlassen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben