Heimatforschung

Geschichtskreis Letmathe nimmt Vortrags-Faden wieder auf

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Gegenstand des Vortrags am Donnerstag ist die alte Papierfabrik an der Oeger Straße, die hier ein Maler in Szene gesetzt hat.

Gegenstand des Vortrags am Donnerstag ist die alte Papierfabrik an der Oeger Straße, die hier ein Maler in Szene gesetzt hat.

Foto: Bildergalerie Letmathe-Oestrich / IKZ

Letmathe.  Donnerstagabend wird im Kolpinghaus der Vortrag zur Papierfabrik „Lennemühle“ nachgeholt. Auch Freitag sind Heimatverbundene gefragt.

Geschichtsinteressierte erinnern sich vielleicht: Im Frühjahr 2020 hatte der Heimatverein Letmathe zu einem Vortrag über die „Lennemühle“ eingeladen – und musste diesen dann wegen der Pandemie absagen. Da inzwischen viele den vollen Impfschutz haben und die Inzidenz niedrig ist, soll die Veranstaltung am Donnerstag, 12. August, um 18.30 Uhr im Kolpinghaus Letmathe nachgeholt werden.

Zu der Papierfabrik, die von 1818 bis 1929 an der Oeger Straße existierte, referiert Heimatforscher Hartwig Willmes und stellt dabei bislang unveröffentlichte Dokumente aus alten Letmather Amtsunterlagen vor, die im Stadtarchiv aufbewahrt werden. Der Unternehmer Wilhelm Ebbinghaus baute die Fabrik im Bereich des späteren Hoesch-Ausbildungszentrums und heutigen Gewerbeparks, als Letmathe noch ein Dorf mit weniger als 1000 Einwohnern war.

Von den Anfängen bis zur überregionalen Bedeutung

Im Laufe der Jahre mauserte sich die Lennemühle zu einem überregional bedeutenden Betrieb und zählte zeitweise zu einem der größten seiner Art in Deutschland. Die rund 100-jährige Geschichte der Papierfabrik nutzt Hartwig Willmes auch als Ansatzpunkt, um die Technikgeschichte der Papierindustrie anhand von Bildern und Texten zu erläutern, auch auf das Thema der Energiegewinnung durch Wasserkraft an der Lenne möchte der Referent eingehen. Eine Anmeldung zum Vortrag ist nicht erforderlich, für die Teilnahme muss nur ein gültiger Nachweis über den vollen Impfschutz, den Status als Genesener oder ein negativer Corona-Schnelltest vorgelegt werden.

Der Heimatverein ist hoch erfreut, nach der langen Pause wieder zu Veranstaltungen einladen zu können. Auch die Wiedereröffnung des Museums in Haus Letmathe mit der neuen kaiserzeitlichen Fotoausstellung wertet der Verein als Erfolg, zumal unter den Besuchern offenbar auch neue Gesichter waren.

Auf solche freuen sich Professor Hiram Kümper und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Daniele Toro am Freitag, 13. August, von 16 bis 19 Uhr in Haus Letmathe: Wie angekündigt sind im Rahmen der Neuauflage der Letmather Ortsgeschichte an diesem und dem nächsten Freitag Bürgerinnen und Bürger aus allen Letmather Ortsteilen eingeladen, ihre persönliche Perspektive beizusteuern und Dokumente oder Erbstücke zu präsentieren.

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