Stadtfest

Gute Stimmung, fast zu viel Sonne

Die Atmosphäre stimmte, lautete der Tenor bei den Besuchern. So belebt ist die Letmather Innenstadt selten – schon gar nicht sonntags

Die Atmosphäre stimmte, lautete der Tenor bei den Besuchern. So belebt ist die Letmather Innenstadt selten – schon gar nicht sonntags

Foto: Max Winkler

Letmathe.  Besucher beim 17. City-Fest ließen sich vom bislang heißesten Tag des Jahres nicht abhalten.

War die Sonne zu viel des Guten am Sonntag beim Cityfest in der Letmather Innenstadt? Rein optisch hätte sich die Werbegemeinschaft kein besseres Wetter wünschen können: Tiefes Blau strahlte vom Himmel. Temperaturen von 30 Grad im Schatten und ein rechter Backofen überall sonst lockten die Besucher in der Mittagshitze allerdings nicht gerade in die Fahrzeuge. Anziehender wirkte zunächst der Kreativmarkt in der Marienstraße, der ein kühles Plätzchen zum Verweilen bot.

Kampfsportler kennen beim City-Fest kein hitzefrei

Am Nachmittag wurde das Klima allmählich angenehmer und die Hagener Straße füllte sich merklich. An den Domarkaden konnten sich Besucher später nicht nur an einem Eis und Geselligkeit gütlich tun, sondern bekamen auch noch ein paar Stunden Livemusik geboten. Diesen Teil übernahm die Band „Safe by Sound“, die kurzfristig eingesprungen war – beim Engagement der ursprünglich geplanten Künstler hatte es offensichtlich im Vorfeld Schwierigkeiten gegeben.

Das Duo ließ es an Motivation dafür nicht mangeln, und auch die inzwischen zur Tradition gewordenen Aufführungen der heimischen Kampfsportler konnten die Besucher der Innenstadt verfolgen. Die körperlich und geistig Gestählten ließen sich keineswegs wegen „hitzefrei“ entschuldigen.

Das 17. Cityfest bemühte sich um ein breit gefächertes Angebot, was sich auch in so mancher Besucherreaktion widerspiegelte. So gaben die meisten stichprobenartig Befragten an, nicht eines bestimmten Programmpunktes wegen gekommen zu sein. Die am Sonntag ungewohnt belebte City wurde für sich genommen zum Magneten, auch wenn den Händlern nicht gerade die Bude eingerannt wurde.

Für eine Besucherin gerieten die offenen Geschäfte zur Rettung: „Ich hatte vergessen, für eine Freundin ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen. Ich weiß nicht, was ich sonst gemacht hätte“, verriet die junge Frau, die ihren Namen unter diesem Umständen für sich behalten wollte.

Familien wünschen sich mehr als ein Kinderkarussell

Anklang bei Familien mit Nachwuchs im Schlepptau fand das Kinderkarussell, auch wenn manche Eltern sich die Anmerkung erlaubten, dass das Angebot sich offenbar nicht in der Hauptsache an Familien richte. „Wäre schön, wenn es außer dem Karussell noch etwas gäbe“, merkte ein Vater an. Einigkeit schien über die Atmosphäre insgesamt zu bestehen, die sehr positiv beschrieben wurde.

Ein fachmännisches Lob kam von Martin Radojcic von Service Martin in Iserlohn, der Hinweise der Heimatzeitung zum Anlass genommen hatte, sich vor Ort ein Bild zu machen: „Die Leute sind entspannt, das ist auf jeden Fall gelungen. Besser als in Iserlohn, würde ich sagen.“

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