Schule und Corona

Gymnasium Letmathe – Infoabend erstmals virtuell

Annette Scholte und Tobias Hommel sitzen im Schulleiterbüro bereit für die Videokonferenz mit Eltern, die nach der richtigen weiterführenden Schule für ihre Kinder suchen.

Annette Scholte und Tobias Hommel sitzen im Schulleiterbüro bereit für die Videokonferenz mit Eltern, die nach der richtigen weiterführenden Schule für ihre Kinder suchen.

Foto: Michael May / IKZ

Letmathe.  Das Gymnasium Letmathe zieht positive Bilanz zum ersten Infoabend per Videokonferenz mit rund 30 Teilnehmern.

Welche weiterführende Schule ist die richtige für mein Kind? Mit dieser Frage strömen Eltern zu dieser Jahreszeit üblicherweise des Abends zu verschiedenen Schulen, um den Bildungsweg des Nachwuchses nach der Grundschule auszuloten. Wegen der heute vielfältigen Unterrichtsformen und -konzepte, und weil der Anspruch von Eltern insgesamt höher ist als früher, gibt es einen erheblichen Informationsbedarf.

„Deshalb bieten wir seit fünf oder sechs Jahren einen Infoabend an, bei dem wir unser Modell vorstellen und zur Wahl der Schulform beraten“, sagt Annette Scholte, die Koordinatorin der Erprobungsstufe am Gymnasium Letmathe. Am Dienstag hat sie gemeinsam mit dem kommissarischen Schulleiter Tobias Hommel Rede und Antwort gestanden – allerdings nicht, wie sonst, von Angesicht zu Angesicht. „Wir hatten lange gehofft, dass das ganze in der Aula stattfinden kann“, berichtet Annette Scholte mit Blick auf die Zeit vor dem neuerlichen Lockdown.

Eltern wünschen sich Informationen und Beratung

Stattdessen fand das Treffen mit den Eltern virtuell statt: eine Premiere für alle Beteiligten. Im Schulleiterbüro saßen Hommel und Scholte vor der Videokamera – einzeln ohne, zusammen mit Mundschutz. Eltern konnten sich anmelden und mit einem Link auf die Onlinekonferenz zugreifen. „Dafür braucht man im Grunde nur eine Internetverbindung, vom Rechner aus kann man genau so teilnehmen wie mit einem Smartphone“, erklärt Annette Scholte.

Die rund 30 Teilnehmer hatten dabei ihre Kameras aus, verfolgten die kurzen Präsentationen und konnten schriftlich Fragen stellen, die anschließend beantwortet wurden. Zu den persönlichen Fragerunden seien in den Vorjahren in der Regel mehr Eltern gekommen, sagt Annette Scholte: „Für manche ist die Hemmschwelle online vielleicht etwas größer, wenn sie damit noch keine Erfahrungen gemacht haben.“ Das Feedback zur virtuellen Alternative sei sehr positiv ausgefallen. Unterm Strich müsse aber klar sein, dass der Online-Kontakt das Treffen von Angesicht zu Angesicht nicht wirklich ersetzen könne: „Oft ist es ja sonst so, dass man mit vielen Eltern am Ende noch kurz einzeln ins Gespräch kommt. Das fehlte natürlich am Dienstag.“ Mimik und Gestik des Gegenübers nicht sehen zu können, sei etwas gewöhnungsbedürftig. Annette Scholte erklärte den ersten Online-Infoabend für insgesamt gelungen – das Konzept könnte im Januar erneute Anwendung finden, wenn der Lockdown fortbesteht.

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