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Heimeliger Markt mitten im Wald

Der Martinsmarkt des Heimatvereins Dorf Dröschede mitten im Naherholungsgebiet ist ein Treffpunkt für die ganze Familie. Das Stockbrot-Angebot war besonders gefragt.

Der Martinsmarkt des Heimatvereins Dorf Dröschede mitten im Naherholungsgebiet ist ein Treffpunkt für die ganze Familie. Das Stockbrot-Angebot war besonders gefragt.

Foto: Jennifer Katz

Dröschede.  Der Heimatverein Dorf Dröschede freut sich über zahlreiche Besucher und neue Aussteller.

Der Duft von Bratwurst und Feuer zieht schon durch das Waldstück, bevor irgendetwas zu sehen ist. Folgt der Besucher den Spaziergängern, eröffnet sich nach einer Kurve des kleines Weges plötzlich das gemütliche Bild von Menschen, die mit Heißgetränken an der Feuerschale beziehungsweise am Grill stehen.

Getoppt wird das Ganze im Inneren der hölzernen Hütte im Naherholungsgebiet Dröschede. Lichter, Duft von Leckereien und melancholischer Kosakengesang laden zum Verweilen ein. Und dann sind da noch die Aussteller, die ihre Waren beim inzwischen vierten Martinsmarkt des Heimatvereins Dorf Dröschede anbieten. „Einige sind von Anfang an dabei, andere zum ersten Mal“, erzählt die 1. Vorsitzende Ilona Höche. Sie zeigt auf Norbert Ottmann, der ganz konzentriert an einer Biertischgarnitur an seinen Holzschnitzereien arbeitet. Nebenan verkauft Karin Sommer selbst gemachte Kultur- und Klammerbeutel aus Markisenstoff. An Reinhard Dannes Trödelstand geht es kunterbunt zu. Carmen Blöcher, die selbst in Dröschede wohnt, bietet zum dritten Mal beim Martinsmarkt Selbstgemachtes und andere Waren im Shabby-Chic-Stil an.

Schmuck-Gestalter wünscht sich mehr solcher Angebote

„Ich bin zum ersten Mal dabei“, sagt die Neu-Hemeranerin Marianne Findeisen. Die Schmuckdesignerin, die ursprünglich aus Iserlohn stammt, ist nach einem mehr als sechsjährigen „Ausflug“ in die Hansestadt Lübeck im März in die alte Heimat zurückgekehrt. „Dort gibt es viel mehr solcher Märkte, auch Gartencenter, Kirchen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung veranstalten sowas“, zeigt sie sich verwundert und gleichzeitig dankbar, ihre selbst hergestellten Ketten, Ohrringe und sonstigen Stücke nun in Dröschede anbieten zu können. „Irgendwann habe ich ihr gesagt, dass sie nicht drei Jahre lang jeden Tag eine andere Kette tragen kann“, zeichnet Ehemann Gerd Findeisen den Weg vom Hobby zum Nebenberuf nach. Die beiden Senioren fühlen sich beim Heimatverein gut aufgenommen und vor allem auch wohl in dem anheimelnd dekorierten Raum, der auch noch ausreichend Platz für die Angebote der Bäckerei Ashauer und des evangelischen Kindergartens Rauhe Hardt anbietet.

Erster Auftritt für Rastolje

Obwohl die Gruppe Rastolje, die zum Verein Multikulturelle Kinderwelt gehört, ebenfalls ihre Premiere feiert, ist deren Leiterin Irina Weber in Dröschede ein bekanntes Gesicht. Mit einer anderen Gruppe war sie regelmäßig im Rahmen von Auftritten beim Heimatverein zu Gast. „Sie hat nach Iserlohn geheiratet, war vorher auch in Dröschede zu Hause“, verrät Ilona Höche, die mit ihren Vorstandskollegen für die Organisation verantwortlich ist. Sie weiß: „Die Aussteller stehen gerne im Trockenen, daher bietet sich unsere Hütte an.“

Dennoch mussten bei Einbruch der Dunkelheit alle nach draußen: Der Martinszug, vorbereitet vom Kindergarten-Team, sollte schließlich eine größere Strecke zurücklegen.

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