Kleinkunstreihe Melange

Heiterer, satirischer Blick auf das Fest der Liebe

Klaus Grabenhorst zeigte mit seinem Programm bei Pollmeier, dass die Vorweihnachtszeit mehr als harmonisch-besinnliche Momente zu bieten hat.

Foto: Annabell Jatzke

Klaus Grabenhorst zeigte mit seinem Programm bei Pollmeier, dass die Vorweihnachtszeit mehr als harmonisch-besinnliche Momente zu bieten hat. Foto: Annabell Jatzke

Letmathe.   Klaus Grabenhorst unterhielt in der Gaststätte Pollmeier das Publikum mit seinem Programm „Jingle Hell. Weihnachten feiern – und trotzdem glücklich sein“.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Einen Abend zum Zusehen, Zuhören, Genießen und um sich auf die Vorweihnachtszeit einzustimmen, bot am Freitagabend die Melange-Veranstaltung in der Gaststätte Pollmeier. Zu Gast war diesmal erstmalig der vielseitige Künstler Klaus Grabenhorst. Mit seinem Programm „Jingle Hell. Weihnachten feiern – und trotzdem glücklich sein“ bot Grabenhorst eine bunte Mischung seines Könnens dar. Ob Lyrik, Satiren oder Gitarrenklänge, das Publikum bei Pollmeiers wurde bestens unterhalten.

Zu frühe Schoko-Nikoläuse und jede Menge Stress

Weihnachten ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Immer früher werden in den Supermärkten Schokoladen-Nikoläuse angeboten. Stress und Hetze in der Vorweihnachtszeit hat zum Großteil die Besinnlichkeit verdrängt. Genau hier setzte Klaus Grabenhorst an und lieferte einen heiteren, satirischen Blick auf das Fest der Liebe.

Mit „Ihr Kinderlein, kommet“ begann das Programm. Nach der musikalischen Einstimmung schweifte Grabenhorsts Blick auf den Nürnberger Christkindlesmarkt. Er schilderte seine Beobachtungen, bei denen es ihm gerade eine Gruppe sturzbetrunkener Norddeutscher besonders angetan hatte. Lustig dichtete dieser lallende Chor bekannte Weihnachtslieder um, welche Grabenhorst dann zum Besten gab. Von der Mutter aller Weihnachtsmärkte aus ging es ins Toggenburger Land. Dort spielt das Gedicht „Hamlets Geist“ aus der Feder von Erich Kästner.

Für viel Erheiterung des Publikums sorgte gewiss die Erzählung „Ein Fernseher und ein Kinderrad“. Der Vater des fast vierjährigen Johann-Leonard Schmidt heuerte einen Weihnachtsmann für die große Bescherung an. Gekonnt verstand es Grabenhorst dabei, in die verschiedenen Charaktere zu schlüpfen, und servierte dem Publikum die Pointe. Angetan hatte es dem Künstler auch Joachim Ringelnatz, dessen Gedicht „Ein Nagel saß in einem Stück Holz“ er mit brillanter Gestik und Mimik vortrug.

Erstes Gastspiel an der Lenne gleich ein Erfolg

Melange-Geschäftsführer Dr. Thomas Eicher hatte bei seiner Begrüßung nicht zu viel versprochen. Mit seinem urkomischen Blick auf die Vorweihnachtszeit begeisterte Klaus Grabenhorst, der über mehr als 40 Jahre Bühnenerfahrung als Erzählkünstler, Schauspieler und Sänger verfügt, bei seinem ersten Gastspiel an der Lenne. Und geht es nach dem heimischen Publikum, so wird der in Düsseldorf lebende Künstler gewiss nicht das letzte Mal bei Pollmeier zu Gast gewesen sein. Am 15. Dezember tritt Grabenhorst erneut mit seinem vorweihnachtlichen Programm bei Pollmeier auf, aber auch diese Veranstaltung ist bereits restlos ausverkauft.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik