Kolping

Herausforderungen gemeistert

Regina Dorn, seit vielen Jahren versierte Musikerin und engagiertes Mitglied im Verein, hatte zum ersten Mal die musikalische Leitung des Jugendorchesters inne.

Regina Dorn, seit vielen Jahren versierte Musikerin und engagiertes Mitglied im Verein, hatte zum ersten Mal die musikalische Leitung des Jugendorchesters inne.

Foto: Michael May / IKZ

Stübbeken. .  150 Besucher erlebten ein anspruchsvolles Jahreskonzert des Kolping- Musikvereins.

„Herausforderungen lösen!“ So hätte die Überschrift für das Konzert des Kolpingjugendorchesters Letmathe kürzlich in der Dorfhalle Stübbeken lauten können. Die erste große Herausforderung war die Hitze. Zum Schutz der rund 150 Besucher hatte das Orga-Team vorausschauend für Klimatisierung, zugezogene Vorhänge und erfrischende Getränke gesorgt. Obendrein wurden aus Karton gebastelte Fächer ans Publikum verteilt, die man wunderbar im Takt der Musik bewegen konnte.

Zum ersten Mal unter derLeitung von Regina Dorn

So ließ es sich aushalten, zumal das reichhaltige Konzertprogramm diesmal über zwei Stunden in Anspruch nahm. Die zweite große Herausforderung war von einer Frau fast ganz allein zu stemmen und wurde - um es vorwegzunehmen – prima bewältigt: Regina Dorn, seit vielen Jahren versierte Musikerin und engagiertes Mitglied im Verein, hatte zum ersten Mal die musikalische Leitung des Jugendorchesters inne.

Nachdem ihre Vorgängerin, Ramona Neuhaus, nach etwa 20 Jahren Dirigententätigkeit noch einmal mit Dank und Blumen geehrt worden war, bewies Regina Dorn ihr Können und setzte gleich ein paar neue Akzente. So überraschte das 39-köpfige Jugend-Blasorchester unter neuer Leitung erstmals mit Marschmusik und spielte den „Gruß von Hausen“.

Mit Märschen wie diesen, aber auch mit moderner Klassik und Musik aus der Romantik möchte die experimentierfreudige neue Leiterin das Spektrum des Jugendorchesters erweitern. „Ich setze auf Vielfalt“, sagte sie der Heimatzeitung. Die traditionelle Mischung aus Pop-, Filmmusik- und Musicaltiteln soll dabei nicht verloren gehen. Diesmal sorgten Stücke wie „Harry Potter“ oder „Viva la Vida“ und „Smoke on the Water“ für gute Unterhaltung und kräftigen Beifall. Als nach der Pause die Musiker wie bei einem Flashmob in kleinen Gruppen nacheinander in die Halle kamen, klatschten und spielten, wurde ein weiterer kreativer Ansatz deutlich, der für die Zukunft einiges erwarten lässt.

Die dritte große Herausforderung hatte der Chor „Vigholin“ zu bewältigen, der eingeladen war, das Orchesterkonzert mit mehrstimmigem A-cappella-Gesang zu bereichern. Das gelang bestens. Unter der Leitung von Tela Zabel zeigten sich die 30 Sängerinnen und Sänger sehr vielseitig und auf hohem Niveau. Ein Orchestermitglied, das gleichzeitig im Chor aktiv ist, hatte die Kontakte geknüpft.

Von „Summertime“ bisSchumanns „Zahnweh“

Und so präsentierte „Vigholin“ im Wechsel mit dem Orchester anspruchsvolle mehrstimmige Gesangsstücke, angereichert mit Solopartien - vom „Summertime“-Jazz über das „Zahnweh“ von Schumann bis zu einer Version von „Ich wär so gerne Millionär“. Besonders großen Beifall bekam Dietmar Grusdt für sein Solo „Probier’s mal mit nem Bass!“ Und bei einem afrikanischen Lied entschlossen sich mehrere Orchestermusiker spontan, die Sänger mit Rhythmus-Instrumenten zu begleiten.

Der Bericht wäre unvollständig, wenn nicht - last, but not least – auch die jüngsten Musiker erwähnt würden. 17 Musik-Kids des Kolpingmusikvereins unter Leitung von Verena Henkel bewiesen, dass auch Anfänger schon Großes aus ihren Instrumenten herausholen können. Selbst die Jüngsten – acht und neun Jahre alt – konnten stolz darauf sein, in dem einen oder anderen Stück solo spielen zu dürfen. Und das gelang ihnen mit Bravour.

Wer ein Blasinstrument spielen lernen und in Gemeinschaft musizieren möchte, ist zu den Proben - immer mittwochs - willkommen.

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