Bartholomäusschule

Im Brennpunkt steht jeder einzelne Schüler

Lehrer aus Ascheberg informierten sich an der Bartholomäusschule über JüL

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Oestrich.  Die Oestricher Bartholomäusschule darf durchaus als Vorreiter im Märkischen Kreis in Sachen „Jahrgangsübergreifendes Lernen (JüL)“ bezeichnet werden. Diese Lernform wird an der Bartholomäusschule seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert.

Das jahrgangsübergreifende Lernen findet bei dem jeweiligen Klassenlehrer an 16 Stunden in der Woche statt. Es umfasst die Fächer Mathematik, Deutsch, Sachunterricht, Kunst, Musik sowie jeweils eine Stunde Englisch und Sport. Die Kinder arbeiten hier individuell mit eigenen Arbeitsplänen, aber auch gemeinsam an Themen und Projekten, jeder auf seinem Niveau. In der Regel werden hier auch die Hausaufgaben festgelegt.

Das jahrgangsübergreifende Lernen hat mit den klassischen Jahrgangsstufen früherer Zeit nichts mehr zu tun. Schulleiterin Barbara Metzger: „Die Art und Weise zu lernen, hat sich in den letzten Jahrzehnten drastisch geändert“. Der entscheidende Anspruch der Schule ist es, jede Schülerin und jeden Schüler bestmöglich individuell zu fördern. Unterricht nach dem Grundsatz „alle lernen zur gleichen Zeit das Gleiche mit der gleichen Methode“ kann diesem Anspruch nicht gerecht werden. Deshalb hat sich die Bartholomäusschule für einen jahrgangsgemischten Unterricht entschieden. Stärker als je zuvor wird der Fokus auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und Befürfnisse jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers gelegt.

Diese Form des Unterrichts an der Bartholomäusschule hatte Signalwirkung, am Donnerstag besuchten beispielsweise Charlotte Bücker und weitere 26 Kolleginnen und Kollegen aus Ascheberg die Oestricher Schule, um sich ausgiebig über diesen Unterricht zu informieren. Die Lehrer hatten Gelegenheit zu Gesprächen mit den Oestricher Kolleginnen und Kollegen, Besuche in den einzelnen Lerngruppen standen auf dem Programm, weiterhin die Erörterung der Stundenpläne und vieles Weitere zum Thema „JüL“.

Derzeit wird in der Ascheberger Lambertusschule“ bereits jahrgangsübergreifendes Lernen der Stufe 1 bis 2 angeboten, in den nächsten Jahren soll die Erweiterung aus 1 bis 4 erfolgen. Nach Aussage von Charlotte Bücker stehen Schulträger und Eltern voll hinter der Unterrichtsform.

Die Vorteile der Jahrgangsvermischung sind: Die Kinder wachsen in eine bestehende Klassengemeinschaft hinein und können sich an älteren Schülern orientieren. Sie übernehmen bestehende Rituale und vereinbarte Regeln. Die Kinder erleben auch in ihrer Schulzeit den Perspektivwechsel vom Hilfesuchenden zum Helfer. Dadurch wird auch deutlich, dass sich jahrgangsübergreifendes Lernen und Inklusion bestens ergänzen.

Bereits im Vorfeld des Besuches der Ascheberger Lehrer waren Vertreter der Bartholomäusschule auf Einladung des dortigen Schulträgers im Münsterland zu Gast, um über ihre positiven Erfahrungen zu berichten, der „Gegenbesuch“ diente jetzt der Vertiefung.

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