Stadtentwicklung

Im Ratssaal sind auch junge Experten gefragt

Sitzung Jugendhilfeausschuss, Ratssaal. Spielplatz

Foto: Jörg Kleine

Sitzung Jugendhilfeausschuss, Ratssaal. Spielplatz

Letmathe.   Kinder erläutern den neuen Spielplatz an der Fingerhutsmühle am Modell.

Im Ratssaal der Stadt sind auch Kinder nicht um Expertenrat verlegen. Luise, Alessa, Luisa und Mathilda präsentierten im Jugendhilfeausschuss ein Modell, für das sie gute Ideen eingebracht hatten: Sie mischten in der „Planungswerkstatt“ mit, die im Januar einen neuen Spielplatz an der Fingerhutsmühle am Lennedamm kreierte. Insgesamt waren 40 Kinder, Eltern und Senioren mit von der Partie, denn das Gelände an der Fingerhutsmühle soll für alle Generationen ein neues Erlebnis bieten, wie Thorsten Grote (Bodenmanagement) unterstrich. Auch der Kinder- und Jugendrat und das Kinder- und Jugendbüro waren bei den Planungen eingebunden.

„Projekt Lenneschiene – Stadtspange West“ heißt das Vorhaben nach amtlicher Beschreibung. Und der Spielplatz soll ein wichtiges Element sein auf dem Weg zwischen Letmather Zentrum und Lenne.

Am Ende erarbeitete die Planungswerkstatt rund 70 einzelne Elemente für den Spielplatz, erläuterte der städtische Spielplatz-Fachmann Ingo Genster im Ausschuss. Das reicht von der großen Sandspielfläche in der Mitte über Rutschen, Schaukeln und Trampoline bis zum „klassischen Drei-Stufen-Reck“. Ein Türmchen und ein Nadelkissen greifen symbolisch den Namen „Fingerhutsmühle“ auf.

275 000 Euro fürden neuen Spielplatz

Insgesamt geht es um rund 1500 Quadratmeter Spielplatz- und Freizeitfläche. Von der Lenne aus gesehen führt dann künftig rechts entlang die Baumallee der neuen Stadtspange West, links der Spielflächen soll ein neuer Parkplatz für Autos entstehen. Die neuen Stellplätze werden auf dem Regenüberlaufbecken angelegt, der bisherige Parkplatz an der Fingerhutsmühle wird für die Spielflächen weichen.

Die Kosten für den Spielplatz addieren sich nach aktueller Schätzung auf 275 000 Euro. Rund 185 000 Euro davon sind als Zuschuss des Landes einkalkuliert.

Im Frühjahr 2019 soll der Spielplatz fertig sein. Die Vorbereitungen für das gesamte Projekt „Stadtspange West“ beginnen aber bereits in den nächsten Tagen: Bäume und Sträucher werden auf der künftigen Baustelle gerodet. Die Arbeit soll bis Ende Februar erledigt werden.

Parallel läuft eine Rodung auf der anderen Seite des Lennedamms, wo auf einer Länge von rund 50 Metern am Ufer etwa 35 Bäume gefällt werden. Auftraggeber ist ein Privatinvestor, der an den Lenneterrassen einen gastronomischen Betrieb errichten will.

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