Werbegemeinschaft

„In Letmathe ist viel in Bewegung“

Der Saalbau war beim Neujahrsempfang bestens gefüllt, und die Stimmung war prächtig.

Foto: Max Winkler

Der Saalbau war beim Neujahrsempfang bestens gefüllt, und die Stimmung war prächtig. Foto: Max Winkler

Letmathe.   Volles Haus beim Neujahrsempfang der Letmather Werbemegemeinschaft im Saalbau.

„Gemeinsam für eine Stadt“ lautet der Wahlspruch von Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens. Rainer Großberndt hat ihn am Freitagabend beim Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft Letmathe im Saalbau beim Wort genommen. „Wir wollen dann auch gemeinsam aktiv sein, damit in Iserlohn keiner benachteiligt wird“, sagt der zweite Vorsitzende der Werbegemeinschaft in seiner Begrüßung und hatte damit vor allem die Suche eines neuen Leiters des Stadtmarketings im Blick. Der, so Großberndt, müsse dann auch für ganz Iserlohn zuständig sein – sprich: auch für Letmathe.

Auch zukünftig für Letmathe das Beste herausholen

Es waren solche kleinen Zwischentöne, mit denen Großberndt in seiner Ansprache unmissverständlich klar machte, auch zukünftig das beste für Letmathe herausholen zu wollen. So sprach er auch das Problem mit den nicht genehmigten verkaufsoffenen Sonntagen an, unter denen Letmathe im vergangenen Jahr gelitten habe und bei dem sich etwas bewegen müsse. Und er blickte voraus auf das Jubiläum 150 Jahre Dechenhöhle, die ohnehin „Iserlohns Aushängeschild Nummer eins“ sein müsse.

Natürlich dankte er allen, die zum Gelingen des ausgesprochen gut besuchten Neujahrsempfang beigetragen hatten. „Wir hatten noch nie so viele Tische aufgestellt wie in diesem Jahr, und trotzdem gab es noch so viele, die stehen mussten“, freute sich Großberndt nach der Veranstaltung über den großen Zulauf. Neben der Rock- und Popfabrik, die wie bereits berichtet den Show-Teil auf der Bühne gestaltete, und den Häppchen von „Alles frische Nowak“ sind vor allem die Schüler des Gymnasiums Letmathe zu nennen, die beim Service mithalfen und die Garderobe übernahmen. Bei freien Getränken und guter Atmosphäre entwickelten sich nach dem Empfang noch viele angeregte Gespräche.

Unter den Gästen waren auch viele Ehrengäste aus Politik und Verwaltung – allen voran Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, der ein Grußwort an die Letmather richtete. Er hob die kontinuierliche Weiterentwicklung des Stadtteils hervor. Die Lennepromenade und die Stadtspange Ost seine bereits Meilensteine gewesen, um die Lenne ins Stadtleben zu integrieren und erlebbar zu machen. Nun soll es an der Stadtspange West weitergehen: Ein Spielplatz soll in naher Zukunft errichtet werden, und mit dem Café direkt an der Lenne, das ebenfalls schon in diesem Jahr eröffnet werden soll, gehe ein Traum für Letmathe in Erfüllung – eine Publikumsmagnet, der mit Sicherheit Letma­thes Attraktivität als Ausflugsziel deutlich erhöhen werde.

Saalbau-Sanierung erfolgt in drei Schritten bis 2020

Auch der Saalbau soll in drei Schritten bis 2020 grundsaniert werden: erst die Neben- und Sanitärräume, dann 2019 den großen Saal und 2020 den Außenbereich. „Sie werden ihren Saalbau danach nicht wieder erkennen.“ Die Dechenhöhle habe bereits Millionen Menschen angezogen, und die Stadt, so Ahrens, werde den Förderverein bei der Ausrichtung des großen Museum nach Kräften unterstützen. Und zu den verkaufsoffenen Sonntagen kündigte er an, dass die durchgeführten Besuchererhebungen eindeutig ergeben haben, dass die Letmather Veranstaltungen und nicht die offenen Geschäfte die Hauptbesuchsmotive seien, weswegen er beim City-Fest, Kirmes und Brückenfest gute Dinge sei, eine mögliche Verhandlung zugunsten der verkaufsoffenen Sonntage zu entscheiden. Das gelte aber nicht für den Weihnachtsmarkt, der von den Einkaufsmöglichkeiten einfach zu weit entfernt sei.

„In Letmathe ist viel in Bewegung“, sagte Ahrens, und 2018 solle dieser positive Prozess fortgeführt werden. Im Frühsommer sei mit dem Verkehrsgutachten für den Stadtteil zu rechnen, und daran anschließend soll ein städtebauliches Entwicklungskonzept erstellt werden, wofür Ahrens schon jetzt zur Mitarbeit der Bevölkerung aufrief.

Abgerundet wurden die Reden von Landrat Thomas Gemke, der, wie Rainer Großberndt anmerkte, ein Grußwort wie eine Büttenrede ablieferte. In der Tat hielt sich der Landrat aus den kommunalen Befindlichkeiten heraus und prangerte lieber mit treffenden Worten die Großwetterlage an, in der immer mehr Menschen die Entwicklungen und Unfähigkeit der großen Politik, darauf schnell und klar zu reagieren, nicht mehr verstehen können, was immer wieder Anlass zum Schmunzeln gab.

Gesundheit reicht nicht, man muss auch Glück haben

Unvergessen werden wohl sein abschließenden Wünsche bleiben: „Ich wünsche Ihnen natürlich Gesundheit. Das reicht aber nicht. Denken Sie an die Menschen auf der Titanic. Die waren kerngesund, hatten aber kein Glück. Und deswegen wünsche ich Ihnen für 2018 auch viel Glück.“

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