Bundeswettbewerb

Iserlohn soll sich mit dem „Barfußpfad“ bewerben

Lesedauer: 2 Minuten
Die Arbeiten am Barfußpfad in Dröschede ruhen derzeit. Die SPD möchte, dass die Stadt dafür an einem bundesweiten Wettbewerb teilnimmt, bei dem 25.000 Euro Fördergeld winken.

Die Arbeiten am Barfußpfad in Dröschede ruhen derzeit. Die SPD möchte, dass die Stadt dafür an einem bundesweiten Wettbewerb teilnimmt, bei dem 25.000 Euro Fördergeld winken.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Dröschede.  Die SPD möchte, dass sich die Iserlohner Verwaltung mit dem Dröscheder Projekt „Barfußpfad“ beim Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2021“ bewirbt.

Die Arbeiten am Barfußpfad am Dröscheder Dorfplatz ruhen – sobald Witterung und Infektionslage es erlauben, sollen diese unter Ägide der Dorfvereine und erneuter Beteiligung von Kindern wieder aufgenommen werden. Derweil hofft die Initiatorin, Dorfsprecherin und seit den Kommunalwahlen SPD-Ratsfrau Monika Stockmann auf eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Klimaaktive Kommune 2021“.

Mit einem aktuellen Antrag an den städtischen Umweltausschuss wollen die Genossen erwirken, dass die Verwaltung den Auftrag erhält, eine entsprechende Bewerbung einzureichen – die Frist dafür läuft am 20. April aus. Der Barfußpfad, das Herz des Projekts, ist bereits größtenteils fertiggestellt, eine dazugehörige Totholzecke ist ebenfalls schon erkennbar.

„Ein zweiter Teil des Projektes soll den Kindern Klima- und Umweltschutz nahebringen“, heißt es in der Antragsbegründung weiter. Dazu sollen Vogel- und Fledermausnistkästen sowie Insektenhotels gebaut werden. „Die dazugehörenden Blühwiesen mit einheimischen Wildpflanzen sollen angelegt werden, um somit dem dramatischen Insektensterben entgegenzuwirken“, umreißt Stockmann einen weiteren geplanten Teil des Projekts. Der durch den Park fließende Dröscheder Bach werde ebenfalls mit einbezogen.

Projekt soll Motorik und die Wahrnehmung fördern

Das Projekt wird bislang von Dröscheder Kindern unterschiedlicher Altersgruppen, deren Eltern und der Evangelischen Kindertagesstätte umgesetzt. Für den weiteren Verlauf sind der Kindergarten Purzelbaum als auch die Grundschule Auf der Emst gewonnen worden. Monika Stockmann ist von dem Vorhaben weiter überzeugt: „Dieses Gesamtprojekt fördert einerseits die motorischen Fähigkeiten und vermittelt neue Sinneseindrücke, andererseits Kenntnisse und Umgang über und mit Natur- und Umweltbewusstsein“, wirbt sie für Zustimmung.

Den Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ loben seit 2009 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und das Deutsche Institut für Urbanistik aus. Gefragt sind Aktivitäten wie zum Beispiel klimagerechtes Bauen und Sanieren, klimafreundliche Mobilität, Suffizienz oder überregionales Klimaengagement. Teilnahmeberechtigt sind Städte, Landkreise und Gemeinden. Auf die Gewinnerkommunen wartet ein Preisgeld von je 25.000 Euro.

Die Preisverleihung findet voraussichtlich im November im Rahmen der Kommunalen Klimakonferenz statt. Die Teilnehmer werden im Sommer darüber informiert, ob sie eine Auszeichnung erhalten. Mit dem Wettbewerb erhalten Kommunen die Möglichkeit, ihre Klimaprojekte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Dazu erhalten die Preisträger Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit zu ihren prämierten Projekten. Unter anderem werden diese als Filmbeitrag sowie in einer Wettbewerbsdokumentation präsentiert.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben