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Jetzt redet der YouTuber aus dem Marienhospital in Letmathe

Zwar habe er – wie in dieser Szene – die medizinischen Geräte in die Kamera gehalten, entwendet oder zerstört habe er allerdings keine, erklärt der YouTuber „ItsMarvin“.

Zwar habe er – wie in dieser Szene – die medizinischen Geräte in die Kamera gehalten, entwendet oder zerstört habe er allerdings keine, erklärt der YouTuber „ItsMarvin“.

Foto: Privat

Iserlohn.  Vorwurf des Hausfriedensbruchs, Hilfe durch Mitarbeiter der Sicherheitsfirma, Zeitpunkt der Aufnahmen: „ItsMarvin“ bezieht auf Instagram Stellung

Dass sein YouTube-Video aus dem stillgelegten Marienhospital in Letmathe und Umgebung seit der Veröffentlichung für Aufregung sorgt, dürfte mittlerweile auch dem YouTuber „ItsMarvin“ bewusst sein. Denn nachdem ihn bereits einige seiner Abonnenten in den Kommentaren unter dem Video über unsere Berichterstattung – inklusive des Hinweises auf die Anzeige wegen Hausfriedensbruchs durch die Betreibergesellschaft Märkische Kliniken – informiert hatten, bezog der YouTuber Mittwochnacht zunächst unter einem Instagram-Post der Heimatzeitung und später in einer Direktnachricht an die Redaktion erstmals Stellung. Was sagt er zu dem Vorwurf des Hausfriedensbruches, zur Hilfe durch einen Mitarbeiter der Sicherheitsfirma und zum Zeitpunkt der Aufnahmen?

„In dem Video ist klar zu erkennen, dass wir eine Doppeltür öffnen, die weder verschlossen, noch verbrettert ist. Kriminelle Energie ist unsererseits somit absolut nicht geflossen, um Zugang zu dem Komplex zu bekommen“, weist er den Tatvorwurf des Hausfriedensbruchs von sich. Es sei keinerlei „Hürde überwunden“ worden, um Zugang zum Gebäude zu erlangen. Im Gegenteil: Der YouTuber erklärt, wie bereits zu Beginn und am Ende seines Videos, Einlass durch einen Mitarbeiter der zuständigen Sicherheitsfirma erhalten zu haben. „Aussagen, welcher Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes uns dies ermöglicht hat, werden wir aus diversen Gründen nicht tätigen können“, schreibt er. Dem Mitarbeiter sei nicht bewusst gewesen, welches Echo der Besuch zur Folge haben könnte.

Dateiinformationen sollen das korrekte Datum belegen

Dennoch, so „ItsMarvin“, habe das Hausrecht zum Zeitpunkt der Anfrage vor Ort beim Sicherheitsdienst gelegen. „Somit ist der Tatbestand eines Hausfriedensbruchs nicht gegeben.“ Auch kaputt gemacht oder gestohlen hätte die Gruppe nichts. „Zu dem Zeitpunkt unseres Besuches wurde nichts beschädigt, entwendet und auch medizinische Geräte mit vollstem Respekt behandelt. Versiegelte Bestecke oder Gerätschaften wurden nicht geöffnet oder angefasst.“

Apropos Zeitpunkt: Der durch die Betreibergesellschaft vermutete Zeitraum zwischen Mitte Februar und Anfang März sei nicht richtig. Die Aufnahmen seien zu einem anderen Zeitpunkt entstanden. Dies sei dank des Trackings der Kamera sowie der Dateiinformationen der Originaldateien nachweisbar.

YouTuber bietet die Löschung des Videos an

„Ich bin gerne bereit, das Video auf der Plattform YouTube zu löschen, sofern es für den Betreiber nicht vertretbar ist“, schreibt der YouTuber. Ob ihm das jedoch etwas bringen wird, ist fraglich. Denn: Wie Polizei und die Betreibergesellschaft Märkische Klinken bestätigen, ist bereits Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt worden, die nun bei den Ermittlungsbehörden liegt. „Jetzt entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren eröffnet wird“, erklärt Kim Bruse, Sprecherin der Märkischen Kliniken, die sich allerdings gesprächsbereit zeigt. „Wenn der YouTuber Gesprächsbedarf hat, kann er sich gerne direkt bei uns melden.“

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