Sanierung

Kilianschule in Kürze wieder komplett nutzbar

Der Klassentrakt der Kilianschule muss schon etwas genauer betrachtet werden, um die Brandstelle zu identifizieren.

Foto: Oliver Bergmann

Der Klassentrakt der Kilianschule muss schon etwas genauer betrachtet werden, um die Brandstelle zu identifizieren. Foto: Oliver Bergmann

Letmathe.   Ausgerechnet die Brandschutzbestimmungen werden momentan noch nicht komplett erfüllt. Im Sommer sollen Arbeiten an der Fassade beginnen.

Der uneingeschränkten Nutzung der Kilianschule steht nicht mehr viel im Weg. Das erfuhr die Heimatzeitung am Dienstag auf Nachfrage bei der Stadt und den Kommunalen Immobilienmanagement (KIM). „Die Sanierung ist so gut wie abgeschlossen, lediglich Restarbeiten im Elektrobereich stehen noch aus. Läuft alles gut, kann nächste Woche der Gesamtbetrieb wieder aufgenommen werden“, sagte Stadtsprecherin Christine Schulte-Hofmann, die auf KIM-Objektbetreuer Hermann Noll verwies.

Er erklärte, dass die Klassenräume eigentlich schon heute wieder nutzbar wären. Allerdings werde noch auf kleine, aber wichtige Bauteile gewartet: „Sie sorgen dafür, dass sich die Brandschutztüren auf den Fluren im Brandfall automatisch schließen. Allerdings gibt es Lieferschwierigkeiten und so müssen wir noch etwas warten.“

Ausgerechnet am Brandschutz scheitert momentan also die Wiederaufnahme des uneingeschränkten Lernbetriebs an der Kilianschule. Dort brach kurz vor den Sommerferien, am frühen Nachmittag des 6. Juli 2017, ein Feuer aus, das mehrere Klassenzimmer komplett unbrauchbar machte. Alle Personen, die sich in dem Gebäude aufhielten, brachten sich rechtzeitig in Sicherheit, niemand zog sich körperliche Verletzungen zu. Doch viele Kinder standen unter Schock und weinten, um sie kümmerten sich Notfallseelsorger. Zweitrangig war unmittelbar nach den dramatischen Stunden, die sich auf dem Schulhof abspielten, die Schadenshöhe. Knapp vier Wochen später sprach das KIM von mindestens 150 000 Euro. Die genaue Summe konnte Hermann Noll auch gestern noch nicht nennen, da ihm noch nicht alle Rechnungen vorlägen.

Am Gebäude selbst ist die Brandstelle erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Rußspuren an Teilen der Fassade sind noch sichtbar und über einem Doppelfenster in der ersten Etage fehlen die Sonnenschutz-Lamellen. Schon vor einem halben Jahr, zum Zeitpunkt des Unglücks, stand fest, dass die Fassade saniert werden müsse. Laut Christine Schulte-Hofmann befinde sich die Maßnahme momentan in der Ausschreibung. Begonnen werden soll dann in den kommenden Sommerferien.

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