Partnergemeinde

„Kinder in Boende denken an euch“

Georgette Nsimere Mimpiyaongotag sang mit den Kindern Lieder aus dem Kongo.

Foto: IKZ

Georgette Nsimere Mimpiyaongotag sang mit den Kindern Lieder aus dem Kongo. Foto: IKZ

Oestrich.   Leider mussten die Mädchen und Jungen der Bartholomäus-Grundschule in Oestrich ohne den angekündigten Besuch aus Boede ihren „Kongo-Tag“ feiern. Trotzdem gab es auch gute Nachrichten.

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Pfarrer Burckhardt Hölscher gab sich gestern Morgen in der Bartholomäus-Grundschule alle Mühe, den Schülerinnen und Schülern in kindgerechter Sprache zu erklären, warum die Menschen aus der Partnergemeinde in Boende im Kongo sie nicht besuchen dürfen. Ob sie es auch verstanden haben, da war er sich selbst nicht ganz sicher und brachte es auf einen klaren, auch für Kinder deutlichen Satz: „Ich bin stinksauer, da bin ich ganz ehrlich.“

Zum Boende-Tag hatten sich alle Mädchen und Jungen der Bartholomäus-Grundschule in der Turnhalle versammelt, wo ein kleines Programm auf sie wartete - auch mit Beteiligung mit Gästen aus dem Kongo. So begrüßte Schulleiterin Vera Heintz zunächst Georgette Nsimere Mimpiya, die stellvertretende Vorsitzende die Iserlohner Integrationsrates. Und die hatte ihre Trommel im Gepäck, mit der sie und die Kinder den Vormittag gemeinsam musikalisch eröffneten.

Pfarrer Hölscher äußerte sich dann noch einmal zu dem Verhalten der belgischen Behörden bei der Nichterteilung der Visa für die Reisegruppe aus Boende: „Wir lassen uns die Partnerschaft dadurch nicht kaputt machen.“ Gleichzeitig bat er die Schülerinnen und Schüler - wie in einigen Fällen bereits geschehen - Protestbriefe zu schreiben, die auf jeden Fall weitergeleitet würden.

Dann gab es aber auch wieder Grund zur Freude und des Danks. Denn die Rekordsumme von 2000 Euro konnte Burckhardt Hölscher für den Ausbau der Bartholomäus-Partnerschule „École Primaire Salongo“ in Boende entgegen nehmen. Das Geld war bei der vorbildlichen Aktion „Ein Tag für Afrika“ zusammengekommen, bei der die Schüler keine Hausaufgaben erhielten, dafür aber mit kleinen Hilfsdiensten zu Hause, bei Verwandten oder Nachbarn Geld verdienten und dies dann den Freunden in Afrika spendeten.

Dafür dankte auch ein weiterer Gast aus dem Kongo. Rose Ilumga Mutombo machte den Kindern Mut, die Partnerschaft weiter auszubauen, Erfahrungen auszutauschen und sich in Briefen vom Leben im jeweiligen Land erzählen zu lassen. „Die Kinder in Boende denken an euch“, sagte Mutombo.

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