Ortsleben

Klinikbesuch der ganz besonderen Art

Infostand mit Fuchs: Beim Tag der offenen Tür im Marienhospital gab es Informationen und Unterhaltung.

Foto: Tim Gelewski

Infostand mit Fuchs: Beim Tag der offenen Tür im Marienhospital gab es Informationen und Unterhaltung. Foto: Tim Gelewski

Letmathe.  Das Marienhospital hatte zum Tag der offenen Tür mit Information und noch mehr Unterhaltung geladen

Batman hat einen Plan und den plüschigen Giganten bereits fest ins Visier genommen, doch weil Batman eigentlich Dean heißt, erst drei Jahre alt und somit für Selfies eindeutig noch zu jung ist, muss dann doch der Papa ran. Der heißt Kevin Bindig, kommt aus Hagen und ist am Samstag einer von hunderten oder noch mehr Besuchern, die zum Tag der offenen Tür zum Marienhospital nach Letmathe gekommen sind.

„Eigentlich mag er Feuerwehr, Krankenwagen und die Polizei am liebsten, da ist er richtiger Fan. Ich muss meist der Verbrecher sein“, sagt der Hagener, der sein „kriminelles“ Alter Ego heute allerdings ruhen lassen kann – für Dean wird auch so bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel einiges geboten. Nebenbei: Dass sein Foto-Partner einen Otter darstellen sollte, ist Batman trotz seines bekannten Scharfsinns offenbar entgangen.

Der Tag der offenen Tür – es ist die Erstauflage, wie Hella Mauritz erklärt, die beim Träger Märkische Kliniken Mitarbeiterin in der Öffentlichkeitsarbeit ist. „Wir wollen, dass die Menschen mit dem Krankenhaus etwas Positives verbinden können, nicht nur an Krankheiten denken.“ Und so gibt es zwar innen im Krankenhaus Infostände und Vorträge, Amputationsvermeidung, Brüche, palliative Versorgung und vieles mehr, auch die Stationen des Hauses präsentieren ihre Arbeit von der Schmerzversorgung bis zur Intensivmedizin – das meiste jedoch spielt sich ob des guten Wetters draußen ab.

Parallel zur Hagener Straße erwartet die Besucher im Schatten eines Leiterfahrzeugs der Feuerwehr eine kleine aber feine „Fressmeile“, auf der es alles gibt vom Burger bis zu Tapas und kalten Getränken – Wohltaten der anderen Art, wie man sie sonst im Krankenhaus eher nicht bekommt. Ein paar mehr Sonnenschirme hätten wohl gut getan – aber nach den letzten Wochen hatte man wohl nicht mit derart gutem Wetter gerechnet.

Auf dem Gelände um das Hospital haben sich neben der Feuerwehr auch die Polizei, Johanniter und viele mehr an Ständen postiert. Tänzer(innen) und vor allem der Nachwuchs aus Gruppen der Rock- und Pop-Fabrik präsentieren ihr Können zwischen Ballett und modernen Tänzen.

Von Drachen, Riesenottern und Plüsch-Füchsen

Weiter hinten wartet der Verein Traditionsbus Mark-Sauerland mit eben einem Bus, in dem sich eine Ausstellung und ein Fahrsimulator befinden. Besucher Lukas beweist hier unter Aufsicht eines „Schaffners“ ausbaufähige Fahrkünste. Die Geräusche, die aus dem Gerät dringen, lassen von der anderen Seite aus eine nicht unbedingt nachahmenswerte Streckenführung erahnen. „Wir sind das Vorgängerunternehmen der MVG, im Nordkreis allerdings kaum bekannt“, sagt der „Traditionsbus“-Vorsitzende Steffen Künne über seinen Verein.

Aufmerksamer Beobachter der Fahrübung von Lukas ist ein „chinesischer Drache“, neben dem Otter und einem Plüsch-Fuchs der heimliche Star hier vor allem bei den jüngeren Besuchern, die im Minutentakt um Fotos bitten.

Dass der Drache ein wenig wie ein grüner Tiger aussieht, dem ein Geweih aus dem Kopf zu wachsen scheint, stört hier offensichtlich niemanden. Vor allem nicht „Batman“ Dean und seine zahlreichen Altersgenossen, die einen rundum gelungenen Tag erleben.

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