Brückenbau

Lasbeck: Unter dem Strich Kosten von 700.000 Euro

Damit Lasbeck nicht von der Außenwelt abgeschnitten wird, ist bereits eine Behelfsbrücke errichtet worden.

Damit Lasbeck nicht von der Außenwelt abgeschnitten wird, ist bereits eine Behelfsbrücke errichtet worden.

Foto: Michael May / IKZ

Lasbeck.  Der Neubau der Brücke in Lasbeck über die Eisenbahnlinie war Thema im Finanzausschuss.

Thema im Finanzausschuss war am Mittwoch die Bereitstellung von überplanmäßigen Mitteln für das Projekt „Lasbecker Brücke“. Kämmerer Michael Wojtek teilte mit, dass die Fachverwaltung – gemeint ist die Bauverwaltung – nicht in ausreichender Form Mittel angemeldet hatte, was nun die Bereitstellung zusätzlicher Mittel erfordere. Goran Micic, Bereichsleiter Tiefbau, erklärte, dass ein Fehler bei der Zusammenstellung der Mittelanmeldung unterlaufen sei.

Fehler bei derMittelanmeldung

Das bedeute aber nicht, dass die Bauverwaltung das Projekt grundlegend falsch kalkuliert habe oder wesentliche Bestandteile des Auftragsvolumens vergessen worden seien. Vielmehr sei versäumt worden, bei der Mittelanmeldung den aktuellen Wert einzusetzen. Beantragt worden waren 2,5 Millionen Euro, notwendig sind aber 3,5 Millionen Euro, also eine Million Euro mehr. Dass es im Laufe der Zeit überhaupt zu einem so markanten Anstieg der Baukosten gekommen ist, sei der aktuellen Marktsituation geschuldet. Alle Firmen, die komplexe Ingenieurbauten beherrschen würden, hätten seit langem die Auftragsbücher voll. Dementsprechende Preise würden aufgerufen. Micic verdeutlichte das mit einer Zahl: Als es 2008 erste konkrete Überlegungen zur Erneuerung der Brücke gegeben habe, sei noch mit einer Gesamt-Bausumme von einer Million Euro gerechnet worden. Dass es nun zu diesem Fehler gekommen ist, bedauerte Micic auch deshalb, weil das Projekt zuletzt trotz eines sehr komplexen Zusammenspiels mit den Organisationen der Deutschen Bahn sehr reibungslos verlaufen sei.

Ergänzend wird mitgeteilt, dass nun unter dem Strich keine zusätzliche Haushaltsbelastung auftrete. Vielmehr werde es eine Deckung innerhalb des Baubudgets geben – durch Verschiebung eines entsprechenden Betrags aus dem Etatposten „Areal Seilersee“ (das betrifft nicht das Projekt Haus Seilersee), der in der eingestellten Höhe nicht im laufenden Haushaltsjahr abgerufen wird.

Goran Micic erläuterte zudem, dass für den Haushalt eine Summe von 3,5 Millionen Euro nur deshalb aufgerufen werde, weil die Stadt gewissermaßen in „Vorkasse“ treten müsse. Am Ende sehe die Rechnung dann so aus: 40,7 Prozent der Kosten trägt die Deutsche Bahn, vom verbleibenden Anteil der Stadt Iserlohn seien dann nochmals 1,39 Millionen Fördergelder abzuziehen, so dass die effektive Haushaltsbelastung am Ende bei rund 700.000 Euro liege. Eine Einschränkung gibt es: Die Gewichtung der Kostenübernahme zwischen Stadt und Deutscher Bahn sei noch nicht abschließend festgelegt, hier könne es noch zu Verschiebungen kommen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben