Kultur

Leise Töne kommen prima an

Verena Beatrix Schulte und (links) und Hanna Rabe überzeugten durch ihr Spiel und mit der Auswahl der Musikstücke.

Foto: Stefan Janke

Verena Beatrix Schulte und (links) und Hanna Rabe überzeugten durch ihr Spiel und mit der Auswahl der Musikstücke. Foto: Stefan Janke

Letmathe.   Das „Queens Duo“ zog auch Auswärtige in die Friedenskirche. Für beste Unterhaltung war auch in der Pause gesorgt.

Einen abwechslungsreichen und musikalisch höchst anspruchsvollen Abend erlebten die Besucher der Friedenskirche, als am Samstag das „Queens Duo“ mit der Harfenistin Hanna Rabe und Verena Beatrix Schulte an der Querflöte dort gastierte. Die beiden Musikerinnen, die sich während ihres Studiums in London kennengelernt haben und seither als Duo überaus erfolgreich konzertieren, ließen mit Kompositionen von Camille Saint-Saens, Alan Hovhaness, Jaques Ibert und B. Hilse meist zarte Töne sprechen und die Musik bisweilen Geschichten erzählen. Dabei fühlte man sich akustisch ab und an in tropische Wälder mit Bächen und singenden Paradiesvögeln versetzt. Das mit großem Körpereinsatz vorgetragene Spiel von Flötistin Verena Beatrix Schulte harmonierte dabei „blind“ mit den mal zarten und dann wieder ein ganzes Orchester ersetzten Klängen. Und da die Harfe nur selten bei Kammerkonzerten zu erleben ist, waren auch viele Auswärtige zum Konzert in der gut besuchten Kirche angereist. Und dies hatte sich gelohnt, erlebten sie doch ein Konzert voller hervorragender Virtuosität und Hingabe zur Musik – nicht umsonst sind die Musikerinnen vielfach ausgezeichnet.

Ausgezeichnet war auch das „Zwischenspiel“, als sich die Solistinnen sich eine kleine Pause gönnten, und das „Carol Quintett“ die „Messe basse“ von Gabriel Faure zu Gehör brachte. Auch wenn mit der erkrankten Anke Krüger eine Altstimme fehlte, boten Christiane und Hanna Dieren, Sabine Oltersdorf-Poch, Maria Niehaus-Otterstein sowie der Organist Christian Otterstein ein mächtiges Klangerlebnis im Zusammenspiel von Stimmen und Registern. Den Schlussakkord setzte das „Queens Duo“ – die Künstlerinnen tragen übrigens Elisabeth und Beatrix als zweiten Vornamen – mit der viersätzigen „Suite Opus 6“ von B. Hilse, einem weniger bekannten und damit um so interessanteren Komponisten für Orgel und Flöte. Auch dafür ernteten die Musikerinnen viel Beifall.

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